Zum Inhalt springen

Alle Aktivitäten

Dieser Stream aktualisiert sich automatisch

  1. Heute
  2. Meriadoc Brandybuck

    Eurovision Songcontest

    eine kurze Zusammenfassung aller Songs
  3. Gestern
  4. Berzelmayr

    Nettes ausm Netz

    Naja, was die Kurz-Videos zur deutschen Sprache angeht, so mag ich es halt, wenn der Ursprung von Wörtern schön erklärt wird. Und Karten find ich allgemein ganz cool.
  5. Blauborke

    Nenya und dessen Kraft

    Ich gebe dir vollkommen Recht, dass die drei Sätze des Zitats sich auf alle Ringe der Macht beziehen. Das wollte ich gar nicht revidieren, habe mich aber wohl missverständlich ausgedrückt. Allerdings habe ich auch den Verdacht, dass wir diesen Sachverhalt im Großen und Ganzen ähnlich einschätzen, aber für seine Beschreibung recht unterschiedliche Formulierungen gebrauchen und deshalb vielleicht aneinander vorbei reden. Im Detail würde ich dir dennoch in zwei Punkten widersprechen. Ich denke, dass die tatsächliche Eigenschaft, die im zweiten Satz des Zitats aus Brief 131 beschrieben wird, die Verbesserung der natürlichen Kräfte der Ringträger ist. Und aus dieser Eigenschaft ergibt sich die Gefahr, dass die Ringträger korrumpiert werden können: Eben durch die Tatsache, dass die Ringe auf die Natur ihrer Träger einwirken konnten - was bei Tolkien mit „Magie“ umschrieben wird. Ich denke auch, dass die lust for domination, die dort erwähnt wird, etwas anderes umschreibt, als die dominierende Kraft, die du anführst. Ich stimme deiner Interpretation zwar zu, dass wer den natürlichen Verfall verhindert, Macht (oder Magie) einsetzt, aber das Ziel dieser Tat war ja nicht Dominanz. Und in den Quellen wird das auch deutlich unterschieden. Ich würde zudem nicht sagen, dass die Möglichkeit unsichtbar zu werden, die entscheidende Zutat Saurons ist, sondern eine Eigenschaft der Ringe, die mit ihr in Zusammenhang steht: „making things of the invisible world visible“. Der Einblick in die inneren Zusammenhänge des Lebens und ihre Nutzbarmachung ist in Tolkiens Welt sowohl das, was die Fertigung der Ringe, als auch das, was ihre Nutzung ermöglicht - und eben das, was im zweiten Satz mit Magie umschrieben wird. Nun ist es allerdings so, dass die Elben, die noch in Valinor geboren wurden, diese Fähigkeit, in die unseen world einzutauchen, bereits von Natur aus hatten, so auch Celebrimbor. Gandalf sagt bspw. zu Frodo an dessen Krankenbett in Imladris: „And here in Rivendell there live still some his chief foes: the Elven-wise, lords of the Eldar from beyond the furthest seas. They do not fear the Ringwraiths, for those who have dwelt in the Blessed Realm live at once in both worlds, and against both, the Seen and the Unseen they have great power.“ Celebrimbor konnte auf diese Zutat Saurons also leichtherzig verzichten, als er die Drei anfertigte. Wenn ich so darüber nachdenke, frage ich mich, ob Celebrimbor nicht möglicherweise mit Hilfe der Ringe aus den ersten Chargen seine „magischen“ Fähigkeiten noch verbessern konnte. Insofern könnte ich meine Aussage, dass nicht erkennbar sei, was Celebrimbor nach Saurons Weggang noch dazulernen konnte, bzw. dass nicht ganz einsichtig sei, warum Celebrimbor bei den Dreien etwas gelungen sein soll, was ihm nicht bereits mit den anderen Ringen hätte gelingen können, durchaus noch ein wenig abändern. Wenn nun allerdings die Anfertigung der Drei Ringe with a different power and purpose lediglich dazu geführt haben sollte, dass ihre Träger nicht unsichtbar werden konnten, bleibt es bei dem Widerspruch zwischen den Aussagen im Silmarillion auf der einen Seite und denen in Brief 131 sowie im Herrn der Ringe, wie ich ihn im vorletzten Post beschrieben habe. Denn dann besitzen die Drei keine Fähigkeiten, die sie von den anderen Ringen in einer Weise unterscheiden, die sie für Sauron besonders begehrenswert macht. Das ist die Schlussfolgerung aus der Annahme, dass die Ringe allesamt von den Elben für die Elben angefertigt wurden und sie ist auch nachvollziehbar. Allerdings frage ich mich, sollte es wirklich die Aufgabe der Elben sein, in Kriegen alle Völker Mittelerdes zu unterwerfen? Sollte es dann in der Folge Elben-Statthalter bei jedem der vielen Völker geben, bei den Menschen ebenso wie bei den Zwergen? Das scheint mir, angesichts eines zu erwartenden permanenten Widerstands nicht sehr effektiv und in Anbetracht des ausgefeilten Plans, mit dem die Elben unterworfen werden sollten, auch schwer nachvollziehbar zu sein. Und dann gibt es da auch noch das Ringgedicht. Wenn ich es richtig sehe, beruht die konkurrierende Theorie, dass die unterschiedlichen Chargen der Ringe der Macht von Beginn an unterschiedlichen Empfängern zugedacht waren, im wesentlichen auf der Interpretation des Ringgedichts. Und der Eindruck, den das Gedicht bei den Lesern hinterlässt, kommt ja auch nicht so ganz überraschend, wenn man seine Entstehungsgeschichte kennt. Außerdem wissen wir alle, dass Tolkien seine Gedichte nicht bloß als Ausschmückung ansah, sondern ihnen erklärtermaßen eine wichtige Funktion innerhalb der Erzählung zuschrieb. Grund genug, sich noch einmal genauer damit zu beschäftigen. Es fällt auf, dass Tolkien in all seinen Entwürfen für das Ringgedicht von Beginn an den unterschiedlichen Völkern je eine bestimmte Zahl von Ringen zuweist - auch wenn mitunter die Mengen variieren. Anfangs sind es „Three for Mortal Men“ und „Nine for the Elves“, was er im zweiten Entwurf zu „9 for Mortal Men“ und „Three for the Elven Kings“ korrigiert, im dritten Entwurf dann wieder revidiert, bevor er im vierten Anlauf die veröffentlichte Version zu Papier bringt. Über alle Fassungen hinweg aber bleibt die Zahl Sieben an die Zwerge gebunden - abgesehen von einem sofort wieder verworfenen Versuch mit der Zahlenreihe 7, 3, 2, 1 im Verlauf der ersten Entwurfsstufe: hier heißt es „Three for the dwarf-kings“. Es ist offensichtlich, dass die Zuordnung der Sieben zu den Zwergen für Tolkien außer Frage stand. Ich kenne keine expliziten Erklärungen von ihm dafür, aber der Zusammenhang mit den sieben Zwergenreichen scheint mir doch auf der Hand zu liegen. Muss man nun daraus schließen, dass die Sieben auch eigens für die Zwerge angefertigt wurden? Nicht unbedingt, auch wenn wir das „for“ im Gedicht, als Besitz oder Bestimmung anzeigende Präposition, so zu deuten gewohnt sind. Nun fällt die Entstehung des Ringgedichts interessanterweise genau in die Zeit, als Tolkien sich entschloss, aus Bilbos Ring konzeptionell den Herrscherring zu machen. In dieser Zeit entstand ein „Ancient History“ betiteltes Kapitel, aus dem später „Shadows of the Past“ hervorgehen sollte. In dieses Kapitel fügt Tolkien auch das Ringgedicht ein, und in der auf das Gedicht folgenden Textpassage heißt es: „… the Dark Lord Sauron made many magic rings of various properties that gave various powers to their possessors. He dealt them out lavishly and sowed them abroad to ensnare all peoples, but specially Elves and Men. …. Three, Seven, Nine and One he made of special potency: for their possessors became not only invisible … but could see both the world under the sun and the other side in which invisible things move.“ In dieser frühen Fassung schmiedet Sauron die Ringe der Macht also noch selbst. Um ganz Mittelerde nach seinen Vorstellungen beherrschen zu können, beabsichtigt er alle Völker mittels der Ringe zu kontrollieren. Wenn man diesen Abschnitt im Zusammenhang mit dem Ringgedicht liest, liegt die Interpretation nahe, dass die einzelnen Chargen von Beginn an für ihre späteren Empfänger bestimmt waren. Diese Deutung wird von einer Textstelle in der ersten Fassung des Kapitels „The Council of Elrond“ bestätigt. Dort ist zu lesen: „The Three Rings remain still“, said Elrond. „They have conferred great power on the Elves, but they have never yet availed them in their strife with Sauron. For they came from Sauron himself, and can give no skill or knowledge that he did not already possess at their making. And to each race the rings of the Lord bring such power as each desires and can best wield. The Elves desired not strength or domination or riches …“ In der zweiten Fassung streicht Tolkien die Aussage „For they came from Sauron himself“. Erhalten bleibt aber die Formulierung: „To each race the rings of the Lord bring such power as each desires and can best wield.“ Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Zuteilung der Neun, der Sieben und drei Drei an ihre späteren Empfänger also tatsächlich geplant. Weiteren Aufschluss liefert eine Notiz Tolkiens, die aus der gleichen Zeit stammt wie die Entwürfe, und die Christopher Tolkien in der HoMe, Band VII so zitiert: „Against this passage concerning the Three Rings of the Elves my father wrote later: ‚Elfrings made by Elves themselves. The 7 and 9 werde made by Sauron - to cheat men and dwarves.“ Christopher tut sich schwer, die Notiz exakt zu datieren, aber die Veränderungen in den Entwürfen legen nahe, dass sie nach der ersten und vor der fünften Fassung entstanden ist. Der letzte Satz dieser Notiz ist jedenfalls eindeutig. Die Sieben waren für die Zwerge und die Neun für die Menschen bestimmt. In der fünften Fassung enthält das Kapitel dann eine umfassende Überarbeitung; auch jene die Ringe betreffende Passage wurde komplett neu formuliert. Elrond sagt nun: „The Three Rings remain. But of them I am not permitted to speak. Certainly they cannot be used by us. From them the Elvenkings have derived much power, but they have not been used for war, either good or evil. For the Elves desired not strength or domination or riches …“ Was war geschehen? Hat Tolkien mit der Formulierung „to each race … such power as each desires and can best wield“ auch die Konzeption der vorherbestimmten Zuteilung fallen lassen? Während der Arbeit an den Lothlórien-Kapiteln, überdenkt Tolkien die Frage nach der Herkunft der Ringe abermals. Hier werden nun alle Ringe von den Elben geschmiedet, unter Saurons Anleitung. Doch Hinweise, dass die Einführung der Arbeitsteilung zwischen Sauron und den Elben dazu führte, dass Tolkien auch die Idee der speziell für die unterschiedlichen Ethnien gefertigten Ringe aufgab, gibt es nicht. Auch keine Notizen, in denen er seinen Ansatz explizit revidiert. Es gibt allerdings einen verworfenen Textentwurf; in dem heißt es: „In those days the Rings of Power were made by elven-smiths, but Sauron was present at their making: his was the thought and theirs the skill; for these Rings (he said) would give the Elves of Middle-earth power and wisdom like that of the Elves of the West. The Elves made many rings at his bidding: Three, Seven and Nine of special potency, and others of lesser virtue. …“ Hier klingt es nun so, als seien die Ringe allesamt für die Elben bestimmt - oder vielleicht auch nur, dass die Elben es glaubten; darauf könnte das „he said“ in Klammern hinweisen. In allen späteren Fassungen findet man den Satz allerdings nicht mehr, weder mit, noch ohne Klammern. Christopher Tolkien geht davon aus, dass sein Vater in diesem Text den Fragen nachging, die sich im Zusammenhang mit der Arbeit an den Lothlórien-Kapiteln zwangsläufig stellen mussten: wer hat welchen Anteil an den Ringen, welchen Zwecken dienten sie und welche Konsequenzen hat das für ihren Gebrauch? Nun, der Text wurde verworfen und im Herrn der Ringe finden sich nur vage Antworten auf diese Fragen, allerdings hallt die Lesart der Geschehnisse, durch das „he said“ angedeutet, im Kapitel „Of the Rings of Power and the Third Age“ im Silmarillion möglicherweise nach. Denn hier wird ja auch deutlich zwischen Saurons Argumentation und seinen Absichten auf der einen und den Interessen und Schwächen der Elben auf der anderen Seite unterschieden. Textgeschichtlich lässt sich der Schritt von einem Plan zur Anfertigung von jeweils Menschen, Zwergen und Elben zugedachten spezifischen Chargen von Ringen hin zu einem Plan zur Fertigung von Ringen nur für die Elben nicht zweifelsfrei belegen. Was nicht automatisch bedeutet, dass Tolkien ihn nicht vollzogen haben kann. Ein solcher Schritt wäre richtig, um erklären zu können, warum Sauron nach Anfertigung der Neun und der Sieben Eregion verließ und den Einen Ring schmiedete. Allerdings wird dieser Teil der Geschichte im Herrn der Ringe nicht erzählt und so sah Tolkien vielleicht keine Notwendigkeit, es zu verschriftlichen. Oder wir haben es hier mit einem logischen Dilemma zu tun, das einfach das Ergebnis der zahlreichen Überarbeitungen ist. Ich bin unentschieden. Die Frage, wie die unterschiedlichen Völker Mittelerdes geschickt zu beherrschen wären, beantwortet das Ringgedicht in der ursprünglichen Form am besten. Dieser Ansatz hat allerdings logische Mängel. Würden wir hingegen die Idee verwerfen, dass die Zuteilungen an die unterschiedlichen Völker von Beginn an geplant waren, ließe sich das Gedicht durchaus auch so deuten, dass es einfach die spätere faktische Verteilung der Ringe beschreibt. Dann aber würde Sauron etwas von seiner boshaften Genialität einbüßen und das Gedicht verlöre eine Bedeutungsebene.
  6. Berzelmayr

    "AI Art"

    Hier hat sich trotzdem mal einer die Mühe gemacht, das hier zusammen zu schneiden:
  7. Arwen Mirkwood

    Film-Vorfreude-Thread

    Da freue ich mich drauf. Hofftlich wird er genauso lustig wie Teil 1.
  8. Letzte Woche
  9. beadoleoma

    Nettes ausm Netz

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: magst du vielleicht mal sagen WARUM du dachtest das ist was schönes zum teilen. Ich bin nur neugierig.
  10. Tolwen

    Nenya und dessen Kraft

    Vielen Dank erst einmal für die einteressanten Gedanken! An diesem Punkt mit dem Gegensatz würde ich aber nochmal einhaken. Im genannten Brief werden die allgemeinen Eigenschaften aller Elbenringe (also der 19) beschrieben (von Dir gerade zitiert). Im nächsten Satz beginnt es zwar mit einem "But", fährt dann aber mit einem "they" ohne weitere Differenzierung fort (beides auch oben genannt), was m.E. auch auf die Eigenschaften aller Ringe deutet. In diesem Sinne ist der Unterschied hier (und daher das 'but'), dass dier folgende Teil bereits kein reines elbisches Motiv mehr war - und auch nicht sein konnte. Denn ohne Saurons Wissen und Lehren, waren die Elbenschmiede allein eben nicht in der Lage, ihren Konservierungswunsch umzusetzen. Somit würde ich diesen Teil als unvermeidbare "Nebenwirkung" der Konservierungsfähigkeit (erlangt durch Saurons Lehren) aller 19 Ringe ansehen: Denn auch mit den besten Absichten bedeutet diese "Konservierung" eine Dominanz der physischen Welt - ein "Verbiegen" der normalen Naturgesetze in Mittelerde, die nur durch eine externe dominierende Kraft möglich ist. Die Gefahr ist allerdings, dass man durch diese gesteigerte persönliche Macht dazu verführt wird, nach immer mehr Dominanz und Herrschaft zu streben. Dies ist ja der Weg, den alle "Bösen" gegangen sind, und der fast immer mit "guten" Motiven begann (aber nicht damit endete). Im reinen Sinne bleiben die Elben aber hier am Anfang dieses Weges stehen und streben eben nicht nach immer mehr Dominanz. In diesem Sinne würde ich es als einen graduellen Unterschied sehen: Alle 19 Ringe beinhalten diese Eigenschaften (Konservierung und Steigerung der persönlichen Macht als Risikofaktor). Bei den Neun und Sieben ist dieser zweite Aspekt (Machtsteigerung) aber besonders stark vorhanden, da Sauron - mit seinem inhärenten Dominanzplan nicht nur der Umgebung sondern auch der Ringträger - an diesen Ringen mitarbeitete, und deswegen auch elbische Träger sicher erheblich gefährdet hätte. Die Drei enthielten dann nur das "technisch bedingte" Minimum dieser Eigenschaft, welches somit erheblich leichter zu kontrollieren war und als Eigenschaft nicht in dem Masse wie bei den Sieben und Neun dominierte. Zudem nennt Tolkien im Brief 131 dann ja als Abschluß und Abgrenzung noch ganz klar die "sauronischen" Eigenschaften: And finally they had other powers, more directly derived from Sauron ('the Necromancer': so he is called as he casts a fleeting shadow and presage on the pages of The Hobbit): such as rendering invisible the material body, and making things of the invisible world visible. The Elves of Eregion made Three supremely beautiful and powerful rings, almost solely of their own imagination, and directed to the preservation of beauty: they did not confer invisibility. Die Abgrenzung der "echt" elbischen von den sauronischen (d.h. originär "bösen") Eigenschaften ist hier eben die Betonung der Konservierung (elbisch) und das Unsichtbarmachen (sauronisch). Die Steigerung der persönlichen Macht wäre in dieser Hinsicht zu einem begrenzten Grad eine unvermeidbare Nebenwirkung der Konservierungsfähigkeit (d.h. eine Grauzone und nicht per se schon böse, aber auf dem Weg dahin), durch die Mitarbeit Saurons bei den Neun und Sieben aber viel stärker - und dominanter - ausgeprägt. Vielleicht passt es, wenn man es so betrachtet: Sie stellten etwas dar, was ihm fehlte und abging - ein gewisses Mindestmass an Dominanz (das "Verbiegen" der Naturgesetze) aber ohne den weitergehenden Wunsch an Beherrschung und Kontrolle. Ein ästhetisches Motiv, welches durch seine Reinheit attraktiv wirkte. Morgoth ging es mit den Silmaril ja auch ähnlich: Sie stellten etwas dar, was er nicht hatte bzw. selber machen konnte und gerade deshalb begehrte er sie so stark. Dies würde ich bei Sauron und den Drei als vergleichbar sehen. Ursprünglich waren die ihm in dieser Hinsicht egal. Der Plan war ja, das mächtigste der Freien Völker (die Eldar Mittelerdes) unter seine Knechtschaft zu bringen. Mit deren Macht auf seiner Seite wäre es dann ein leichtes, den Rest auch zu unterwerfen. Sauron dachte m.E. von oben her: Wenn er die stärksten potentiellen Widersacher (bzw. Opfer mit dem für ihn potentiell höchsten Gewinn) unterwerfen kann, braucht er den Rest nicht noch spezifisch selber mit Ringen knechten - deren Widerstand wäre dann sowieso hoffnungslos. Erst als dieser "Plan A" in letzter Sekunde platzte, sammelte er erstmal alle Ringe ein, derer er habhaft werden konnte. Anschliessend überlegte er, wie seine Optionen jetzt aussähen, und entschloss sich, die erbeuteten Ringe an diejenigen zu verteilen, welche er in seinen bisherigen Überlegungen für Ringträger (die Elben waren jetzt ja nicht mehr dafür "verfügbar") außen vor gelassen hatte: Zwerge und Menschen. Nun, wo er die nicht mehr indirekt über die mächtigen Elben beherrschen konnte, versuchte er es mittels der Ringe direkt. EDIT: Du hattest oben ja noch andere Stellen zitiert, die dies noch etwas näher beleuchten: „The Three Rings were ‚unsullied‘, because this object was in a limited way good, it included the healing of the real damages of malice, as well as the mere arrest of change; and the Elves did not desire to dominate other wills, nor to usurp all the world to their particular pleasure.“ (Letter, #181) Hier finde ich interessant, dass die Drei als "limited good" bezeichnet werden. Die elbische Absicht ist schon gut, doch die Mittel, mit denen sie erreicht wird, sind eine heikle Gratwanderung, da sie Wissen von Sauron benötigt und vor allem den natürlichen Zustand der Dinge verändern will (der erste Schritt zur "Maschine" wie Tolkien es nennt). Diese Feststellung, dass auch die Drei nicht völlig "gut" seien (nicht im Sinne durch Sauron besudelt, sondern der zugrundeliegende Wunsch der Konservierung, welcher in gewissem Maß ein Dominanzwunsch ist), ist m.E. wichtig - und wie die Elben dennoch der Falle entgehen, da sie dieses potentiell gefährliche Instrument nicht als Herrschaftsmittel verwenden, sondern tatsächlich nur zur Konservierung ihrer Umgebung und Heilung. „The Three were not made by Sauron, nor did he ever touch them. But of them it is not permitted to speak. So much only in this hour of doubt I may now say. They are not idle. But they were not made as weapons of war or conquest: that is not their power. Those who made them did not desire strength or domination or hoarded wealth, but understanding, making and healing, to preserve all things unstained.“ (LotR) Diese Heilungsabsicht taucht ja auch im Brief 181 auf und kann sicher auch als ein elbisches Motiv betrachtet werden, welches bei den Sieben und Neun wahrscheinlich nicht verwirklicht war (deren Eigenschaften neben der Konservierung wohl stark durch Sauron beeinflusst waren). Dies ist somit sicher auch ein Alleinstellungsmerkmal der Drei.
  11. Berzelmayr

    Nettes ausm Netz

  12. Arwen Mirkwood

    Nostalgie-Thread

    Oh ....hier ist ja schon lange keiner mehr gewesen.......Aber genau die selben Filme habe ich als Kind und Jugendliche auch geguckt und besonders die Pferdefilme. Gegen, Fury, Black Beauty und der schwarze Hengst, kann Ostwind einpacken 🤣😂. Na ja als Jugendliche habe ich dann Buffy, Angel, Charmend, Supernaturallel, Akte X, Psy Factor und X Factor geguckt. Mit diesen Serien begann dann meine Begeisterung für Mysterie und Since Fiction.
  13. Berzelmayr

    Nettes ausm Netz

  14. Blauborke

    Nenya und dessen Kraft

    Ich habe noch eine Weile über die im letzten Post aufgeworfene Frage nachgedacht, was die Drei von den Sieben und den Neun unterscheidet, und mir scheint, dass die Antwort möglicherweise weniger in einer zusätzlichen Eigenschaft der Drei zu finden ist, als vielmehr in einer fehlenden. In den Unfinished Tales wird der Unterschied zwischen den Sieben und den Neun auf der einen und den Dreien auf der anderen Seite, an der Stelle benannt, an der beschrieben wird, warum Celebrimbor den Verbleib der Sieben und der Neun verriet, zu den Dreien aber schwieg: „… whereas the Three were made by Celebrimbor alone, with a different power and purpose.“ Was es damit auf sich hat, wird deutlicher, wenn man andere Quellen heranzieht. In Brief 131 gibt es bspw. diese hier auch schon oft zitierte Stelle, an der Tolkien die Eigenschaften der Ringe beschreibt. Er nennt „the chief power (of all the rings alike) […] the prevention or slowing of decay […] more or less an Elvish motive“ und setzt dem im folgenden Satz, eingeleitet durch die adversative Konjunktion but, eine weitere Eigenschaft entgegen: „But also they enhanced the natural powers of a possessor - thus approaching ‘magic’, a motive easily corruptible into evil, a lust for domination.“ Durch die Gegensatzkonstruktion wird die zweite Eigenschaft nicht nur von der ersten unterschieden, es ist dadurch auch unmöglich, sie als Elvish motive einzuordnen. In Bezug auf die Drei Ringe ist diese zweite Eigenschaft wichtig, weil sie in ihnen eben nicht vorhanden ist. Das zeigt sich in Brief 181 an der Stelle, an der Tolkien erklärt, warum den Dreien kein Makel anhaftet: „The Three Rings were ‚unsullied‘, because this object was in a limited way good, it included the healing of the real damages of malice, as well as the mere arrest of change; and the Elves did not desire to dominate other wills, nor to usurp all the world to their particular pleasure.“ Auch im Herrn der Ringe, im Kapitel „The Council of Elrond" wird der fehlende Wille zur Dominanz von Elrond als Merkmal der Elben wie auch der Drei Ringe klar benannt: „The Three were not made by Sauron, nor did he ever touch them. But of them it is not permitted to speak. So much only in this hour of doubt I may now say. They are not idle. But they were not made as weapons of war or conquest: that is not their power. Those who made them did not desire strength or domination or hoarded wealth, but understanding, making and healing, to preserve all things unstained.“ Das "a different power and purpose "aus den Unfinished Tales scheint mir also die Umschreibung sowohl für die den Elben eigenen Fähigkeiten, als auch für ein für die Elben charakterisches Vorhaben zu sein, nämlich, so wie an anderer Stelle beschrieben, die Schäden, die das Böse in der Welt angerichtet hat, zu heilen und alles Schöne zu bewahren, ohne anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Und eben dieser Aspekt, nicht nach Herrschaft zu streben, ist die Eigenschaft, die den Dreien im Unterschied zu den Sieben und den Neun fehlt. Der Unterschied zwischen den Dreien und den übrigen Ringen ist also eigentlich ein zufälliger. Weil Celebrimbor sie in Saurons Abwesenheit anfertigte, also rein nach den für die Elben charakteristischen Vorstellungen, waren sie frei von jeglichem Streben nach Dominanz. Zufällig nenne ich den Unterschied deshalb, weil die Elben eigentlich davon hätten ausgehen müssen, dass es keine Unterschiede zwischen den Ringen gab - mit einer Ausnahme, nämlich einer zweiten Eigenschaft, die den Dreien im Unterschied zu den Sieben und den Neun fehlt: sie machen ihre Träger nicht unsichtbar. Das wird bereits im Thread „Saurons Einfluss bei der Herstellung der Ringe“ diskutiert, darum will ich es hier nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Zumal mir der Mangel an einem Willen zur Herrschaft der entscheidende konzeptionelle Unterschied zwischen den Dreien und den anderen Ringen zu sein scheint. In diesem Zusammenhang aber stellt sich, nebenbei bemerkt, die Frage, warum Sauron die Drei nun, wie im Silmarillion beschrieben, mehr als alle anderen Ringe begehrte, wenn sie sich als Mittel zur Herrschaft über die Völker so wenig eigneten? Die Frage, warum Celebrimbor eigentlich meinte, auch noch die Drei schmieden zu müssen, scheint mir aber im Großen und Ganzen beantwortet zu sein - jedenfalls bis die Antworten widerlegt werden. Darüber hinaus gibt es allerdings im Zusammenhang mit den Adressaten der Ringe noch eine weitere offene Frage: Wenn alle Ringe der Macht für die Elben gedacht waren, wie beabsichtigte Sauron dann, die anderen Völker an sich zu binden?
  15. Berzelmayr

    Eurovision Songcontest

    Vor 50 Jahren:
  16. na dann okeeeeee. dann lesen wir demnächst wer alles der BluRay Special Edition einen besonderen Platz im Regal eingeräumt hat
  17. Blauborke

    Neuigkeiten -:- allgemein

    Wiiieeesooo? Wenn die Serie keinen Emmy abkriegt, ist das doch hier auch einen Eintrag wert
  18. Ha! In allen Kategorien gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt! Wenn das mal nicht alles sagt! An sich könnte man die Season 3 Trophy Awards jetzt schon mal machen - weil warum solange warten!? Aber so richtig News zur Serie war das ja jetzt ned?
  19. Blauborke

    Neuigkeiten -:- allgemein

    The Rings of Power räumt bei den TROPY Awards ab: Staffel 2 gewinnt in allen Kategorien!
  20. Früher
  21. Ich fand , dass es dir gut stand. Mal sehen was ich anziehe. Vielleicht eines meiner Mittelalter Kleider.
  22. Voraussichtlich ja.Mein "Zwergenkostüm" ist da nicht so geeignet.
  23. Berzelmayr

    Nettes ausm Netz

  24. Das kann man nur hoffen. Im letzten Video von Fellowship of Fans hat Harry darauf hingewiesen, dass TWOTR die Finanzlage von Warner und Embracer jetzt auch nicht unbedingt verbessert habe und dass man dringend nach weiteren Investoren suche. Und ein weiterer Grund für die Verzögerung sei, dass Andy Serkis im Laufe des Jahres mit den Dreharbeiten an einem anderen Film beginne.
  25. Treffe ich dich dann auch wieder als Hobbit an??
  26. Blauborke

    Eurovision Songcontest

    Jaja, die Finnen wieder Ich freu mich jedenfalls schon drauf, wenn die Kamera ins mitsingende Publikum schwenkt
  27. Meriadoc Brandybuck

    Eurovision Songcontest

    siehe oben: "Finnland ein Banger (haha bester Kommentar unter dem Video "Jedward and Verka Serduchka had babies and this is them all grown up lmao DANCING" )" ich steh halt auf die weirden/lustigen Beiträge. Oupsi da habe ich voll Finnland mit Island verwechselt. Wie kann ich nur. Höre mir gerade Finnland an. ICH LIEBE ES!
  28. Blauborke

    Eurovision Songcontest

    Finnland auch?
  1. Ältere Aktivitäten anzeigen
×
×
  • Neu erstellen...