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  1. Ich hege durchaus Mitgefühl für die obligate pedantische Empörung der Hoch-Nerds, die jeden neuen Jackson-Film erst mal verdammen, um ihn zehn Jahre später rückblickend zu glorifizieren. Jeder neue Teil ist nun mal ein empfindlicher Angriff auf unser ganz persönliches Mittelerde. Im Laufe der nächsten Jahre werden die mächtigen Bilder den kritischen Widerstand jedoch hinwegfegen und Martin Freemans Gesicht wird uns ins Buch begleiten, wenn wir es das nächste Mal zur Hand nehmen. Ob wir wollen oder nicht. Also schön. Wir schreiben das Jahr 2014 und das Drachengold ist der neue Ring. Es korrumpiert seinen Besitzer, isoliert ihn durch Paranoia von seinen Freunden und treibt ihn letztendlich in den Wahnsinn. Ähnlich wie der eine Ring durch den Geist Saurons beseelt ist, wirkt Smaugs Boshaftigkeit auch posthum noch durch den gewaltigen Schatz, auf dem er sich 170 Jahre lang herumwälzte. Eine Interpretation, die wir als Tolkien-konform anerkennen können, da sie sich an Glorunds Fluch oriëntiert. Das narrative Bindeglied zwischen dem kleinen Hobbit und dem Herrn der Ringe ist zweifellos der Ring. Aber die Klammer zwischen den beiden Jackson-Trilogiën ist der Wahnsinn, den der „Schatz“ auslöst. Mit dieser klugen Parallele hat Jackson seiner Adaption eine überraschende Eigenständigkeit beschert. Da die Trilogiën in falscher Reihenfolge entstanden (erst der Herr der Ringe, dann der Hobbit), gelang es, Thorins düstere Wandlung als einen Spiegel der späteren Ring-Abhängigkeit Bilbos zu inszenieren und damit Tolkiens Grundmotiv aus Markus 8:36 besser herauszustellen. Der Zuschauer ist bereits in die Zukunft eingeweiht und kann verfolgen, wie Bilbo Thorins Besessenheit zunehmend auf die Beziehung zum Ring bezieht. Der Zwergenfürst ist dem Hobbit eine lebendige Warnung. Jackson glückt diese dramaturgische Glanzleistung mit ein oder zwei „zu lange stehen gelassenen“ Kamera-Einstellungen und ein paar besorgten Blicken des perfekt besetzten Hobbits. Die subtile Bedrückung, die sich in Bilbos Reflexion über Thorin entfaltet, hätte im Buch daher nicht annähernd so beëindruckend herausgearbeitet werden können. Dazu kam das Buch einfach zu früh. Das Ring-Element war noch nicht weit genug entwickelt. „Thranduil ließ herrlicherweise Thingol durchscheinen.“ Ja, das ist richtig. Dieser Thranduil hat sehr viel für die Quendiphilen getan. Ich trage seit vier Tagen nur noch silberne Kleidung.
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  2. Gott sei Dank kann Sereg heute nicht ins Forum *Auf die Zerberstung wartet*
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  3. Eine kurze Hobbit-Parodie im Stile eines Musikvideos. http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=qXFQFnUdh5I
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  4. In Ordnung. Dann also Schwamm drüber. Ich hatte ja Anja auch geschrieben, dass sie den Text sicherlich auch noch von Anderen begutachten lässt.
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  5. Hallo, ihr Lieben! Im Zuge der Arbeiten an meinem neuen Album habe ich mich zwischenzeitig in den Text der Anrufung Elbereths verliebt und ein sehr kleines Liedchen gebaut. Ihr könnt es hier anhören: https://engelsblut.bandcamp.com/track/elbereth Wenn es Euch gefällt, hättet ihr noch Wünsche, welche Texte ich vielleicht noch vertonen könnte?
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  6. Hallo, ihr Lieben. Mit dem heutigen Tage startet offiziell mein neuer Podcast namens "Radio Mittelerde". In der ersten Episode habe ich Stefan Servos zu Gast, der zum einen die Webseite "Herr-der-Ringe-Film.de" gegründet hat, sich aber auch anderweitig in der Welt des Tolkien-Fandoms herumgetrieben hat. Ihr findet den Podcast hier: https://www.weltenfunk.de/start-rm/ Der Podcast ist Teil des "Weltenfunk", den ich gemeinsam mit einigen Freunden aus unserem Podcast "Radio Tatooine" (einem STAR WARS Podcast) heraus gegründet habe. Für die Zukunft von "Radio Mittelerde" bin ich zudem auf der Suche nach Leuten, die gern etwas regelmäßiger über Tolkien-relevante Themen im Rahmen eines Podcasts plaudern möchten. Auf mich allein gestellt werde ich wohl kaum all die Inhalte stemmen können, die es wert sind, besprochen zu werden. Lange Rede: Hört einfach mal rein und macht mit, in welcher Form auch immer Liebe Grüße Benjamin
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  8. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mein Apartment auf dem Galadhon zu verkaufen und nach Minhiriath zu ziehen. Irgendwohin in die Einöde, wo man vor den ganzen Neuankömmlingen und ihrem Amazon-Binging sicher ist. Torshavn spricht mir aus der Seele: Quendiphile Langweiler dominieren den Markt. Diese unkultivierten Spekulanten treiben die Grundstückspreise in Lothlórien, Lasgalen und Imladris in schwindelerregende Höhen. Mittlerweile ist es so gut wie aussichtslos, am Cerin noch ein bezahlbares Chateau mit Söller und Ballsaal zu kriegen. Ganz zu schweigen von Bruchtal. Und wofür? Die meisten erwerben doch nur deshalb elbische Immobiliën, um damit in irgendwelchen Internet-Foren anzugeben. Es ist eine Schande: So viele schöne Villen, oben am Bruïnen, die das ganze Jahr über leer stehen. Jetzt drehen windige Makler naïven Neulingen schon billige Düsterwald-Wohnungen als sogenannte „Ost-Lórien“ Residenzen an. Im Fangorn spricht man inzwischen ganz offen von Entrifizierung. Wie sieht’s in Eurer Nachbarschaft aus? Habt Ihr auch Probleme mit nervigen Investoren?
    3 Punkte
  9. Im neuen Lager: Nalas Neugier vertreibt die Müdigkeit und sie setzt sich ganz gerade auf, um Garwulfs Waffe besser sehen zu können. Die Klinge ist sehr beeindruckend, als er sie aus der Scheide zieht scheint sie einfach kein Ende zu nehmen, so lang ist sie. Dick und Breit an der Basis wird sie nach oben schmaler und hat nicht nur eine scharfe Seite, sondern beide Schneiden sind verheerend für den Gegner. Die vielen Kratzer und Scharten zeigen, dass dieses Schwert nicht jungfräulich vom Schmied kommt, sondern sich bereits in vielen Zweikämpfen Mann gegen Mann behauptet hat. Dennoch ist es sehr sauber und gepflegt, sein Besitzer muss sich gut darum kümmern. Im Feuerschein glänzt und schimmert das Metall und für einen Moment ist Nala versucht seine Waffe anzufassen. Ihre beiden kleinen Hände würden sicherlich lächerlich an dem mächtigen Heft aussehen und ihre Arme wären garantiert zu schwach es ein wenig anzuheben, geschweige denn es richtig zu schwingen. Ihr Bruder hat ihr schon mehrfach erklärt, dass eine Klinge regelmäßig gereinigt und mit einem speziellen Waffenöl eingerieben werden musste und sie deshalb nicht daran herumtatschen sollte. Zudem ist den meisten Kriegern ihr Schwert heilig, die Waffe wie ein treuer Freund auf den sie sich in brenzligen Situationen verlassen können und den sie anderen nicht gerne überlassen. So beißt sie die Zähne zusammen und hält sich zurück Garwulfs Freundlichkeit nicht durch die unbedachte Tat eines ungestümen Kindes zu beleidigen. Vielleicht ergibt sich ja ein anderes Mal die Gelegenheit für sie seine Waffe anfassen zu dürfen, denn sicher sind auch andere neugierig auf dieses große Schwert. Waenhil als Schmied will die harte Klinge sicher gerne mal in seine Hände nehmen, um die Qualität zu prüfen. Garwulf berichtet wie er an das Schwert gekommen ist und wer ihn damit unterrichtet hat. Es stellt sich als ein Erbstück seiner Familie heraus und nun ist sie doch froh, es nicht ungefragt berührt zu haben, sind doch sicherlich viele Erinnerungen damit verbunden. Nala findet es erfrischend, dass er ehrlich eingesteht nicht schon als perfekter Kämpfer geboren worden zu sein, sondern viele Jahre an Übung und Training erforderlich waren. Er erzählt auch kurz von Waldläufern, von denen Nala nur Geschichten kennt. Mysteriöse Gestalten die fast unsichtbar durch die Wälder streifen und um deren Fähigkeiten sich Legenden rankten. Sie will Garwulf später genauer dazu zu befragen, doch fairerweise stellt er ihr nun wieder eine Frage. Er wirkt müde, wie sie alle, erschöpft von der Reise, dem Kampf und der langen Kälte. Dennoch scheint er gewillt weiter mit ihr wach zu bleiben, wofür sie ihm sehr dankbar ist. Sie wirft einen Blick um die Ecke, wo sich die Pferde eng zusammen gestellt haben, um ihre Körperwärme zu teilen. „Ich glaube nicht, dass diese Fähigkeiten einzigartig sind, jeder mit dem richtigen Willen und Ausdauer kann es erlernen, da bin ich überzeugt. Der Unterschied ist nur, dass wir die Tiere nicht als reine Werkzeuge ansehen, die schwere Lasten schleppen können, sondern als Vertraute und Gefährten.“ beginn sie zu sinnieren. „Jeder kann sich auf ein Pferd setzen wie auf einen Gasthausstuhl und wild an den Zügeln ziehen und wird sich damit halbwegs fortbewegen können. Doch um wirklich zu einer Einheit zu werden, die schneller, sicherer und furchtloser agieren kann, braucht es eben Zeit und vor allem Aufmerksamkeit. Ich…ich weiß nicht wie ich es am besten beschreibe.“ meint sie und überlegt kurz ob ihr ein Beispiel, ein Vergleich einfällt. „Meine Großmutter hatte mal jemanden zur Behandlung da, der beim Fällen eines Baumes verletzt wurde“ greift sie ein Thema auf, dass ihm sehr vertraut sein sollte. „Und die Dorfbewohner sagten, dieser junge Mann hätte den Baum nicht richtig ‚gelesen‘- ich habe das erst viel später begriffen. Das man eben nicht mit der Axt wild herumdreschen kann, bis er umfällt, sondern mehr dazu gehört damit der Baum richtig fällt und niemanden verletzt. Mit einem Pferd ist es ähnlich kompliziert, sie sind verdammt kräftig, so schwer wie 5 Männer und gleichzeitig neigt ihr Instinkt zur Flucht nicht zum Angriff. Doch wenn man diese wunderbaren Geschöpfe aufmerksam beobachtet, mit ihnen Zeit verbringt und sie verstehen lernt, kann diese Kraft gelenkt und genutzt werden. Dann braucht es nur eine kleine Verlagerung des Gewichtes oder ein sanfter Druck der Schenkel um zu signalisieren wohin die Reise gehen soll. Und es gibt nichts schöneres als sich tief über den Pferdehals zu beugen, den rauschenden Wind in seinem Haar und zu spüren, wie sich diese Muskeln unter einem strecken, während es über die Wiesen prescht“ meint sie schwärmerisch. „Könnt ihr denn reiten? Es muss ja ein stattliches Roß sein, dass euch tragen kann“ neckt sie ihn ob seiner Körpergröße. Einer der kleinen Hügel nahe des Feuers, der in Wirklichkeit ein in seine Decke gewickelter Hobbit ist, beginnt sich zu regen und es kommt das verschlafene Gesicht von Fosco zum Vorschein. Er blickt sich verwundert um und scheint einen Moment nicht ganz zu wissen wo er ist. Nala hat ein schlechtes Gewissen, ihr angeregtes Gespräch hat ihn sicher geweckt. „Ja es ist noch etwas da, aber inzwischen sicher etwas bitter.“ Antwortet sie ihm auf seine Frage nach dem Tee. „Ich koche dir gerne frischen, wenn du möchtest. Aber die Nacht ist noch lange nicht vorbei, wenn du lieber schlafen als warten möchtest, kann ich das verstehen!“
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  10. *sich selber auf die Finger haut* *am Tisch knabbert* waaah ich kann nicht widerstehen!
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  11. Ich glaube du verwechselst Ränge mit Auszeichnungen Arwen^^ @Underworld Orden und Auszeichnung als solche sind mir nicht bekannt. Die Helden werden natürlich hoch geehrt, aber einen besonderen Titel bekommen sie meines Wissens nach nicht. Bei den Elben ist es eher eine Art Belohnung die vergeben wird (Siehe Frodos Abreise in die Unsterblichen Lande). Man achtet die Helden, jeder kennt ihre Taten, doch eine Auszeichnung als solche ist mir nicht bekannt.
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  12. Da protestiere ich mal frei heraus. Tolkiens Erlebnisse in den Weltkriegen und in seinem sonstigen Leben haben natürlich einen Einfluss auf sein Schreiben und seine Werke. Aber zu behaupten, dass die Textwelt erst durch die (so verstehe ich dich) Verbildlichung der Filme von Jackson entstanden ist, finde ich, um es irgendwie in Worte zu fassen, merkwürdig. Tolkien und seine Welt (nicht nur Mittelerde) zeichnet sich durch sein eigenes Erkunden in dieser Welt aus, die er gemeinsam mit ihr selbst entdeckt hat. Dass er seine Erkundung mit uns teilt (mit Christopher Tolkien als Vermittler) empfinde ich als riesiges Geschenk. Damit möchte ich aber auch an die allgemeine Diskussion hier anknüpfen. Die Vorfreude ist trotz des Zweifels des Ungewissen riesig. Ob es gut oder schlecht wird, neues Material von Ea ist einfach toll! Und um am Vorherigen anzuknüpfen, finde ich es mutig von den Verantwortlichen der Serie, diesen Schritt zu wagen. Es ist keine leichte Aufgabe, dies beweist die Arbeit von Jackson mit seiner Herr der Ringe Verfilmung. Seine großartige Verfilmung besteht meines Erachtens darin, dass er selbst in die Welt Tolkiens eingetaucht ist und seine Interpretation dargestellt mit uns geteilt hat. Diese war mit einem großteil der Rezipienten deckungsgleich. Mit Der Hobbit hat er aus meiner Meinung das Universum Tolkiens nicht bereichert, aber es ist unterhaltendes Material zu einer mir teuren Welt. Mit dem beinahe flüssigen Übergang vom Ende des Hobbits und Anfang des Herr der Ringe ist seine Entdeckung auf geschlossen und gelungen. Ob eine Unterbrechung dieses "runden" Werks Jacksons durch die Serie notwendig ist oder nicht, schaden kann es nicht. Ich bin gespannt, was den Inhalt der Serie ausmachen wird. Aber eine Lücke ist da und warum diese nicht füllen? Tolkien hat sein Werk und seine Welt nicht vollendet und hätte dies auch in fünfzig Jahren nicht. Stoff gibt es auf jeden Fall und eine Serie ist ein neues Medium, das flexibler als Filme (bzw. dem gefühlten Trilogie-Zwang Tolkiens) ist und das durch seine neuen Produzenten und den verfügbaren Mitteln bedächtig und verantwortungsvoll zu gestalten ist. Hätte Jackson den kritischen Stimmen von damals klein bei gegeben, hätten wir die (m.E.) großartigen Filme zu den (als Allgemein anerkannt) großartigen Büchern nicht. Ich teile die Meinung, dass das Buch auch ohne die Verfilmung seine Anerkennung gehabt hätte. Aber mit den Filmen hat es sich auf einer anderen Ebene durchgeschlagen. Die Serie schließt sich da jetzt an. Ich finde, wir können uns freuen und gespannt sein!
    3 Punkte
  13. Aztlans Bitte führt weit weg vom Gegenstand „Sex in Mittelerde“. Seinem Wunsch nachzukommen, ist nicht ganz einfach für mich, denn das anvisierte Thema hält nicht unbedingt die Erleuchtung bereit, nach der er sucht. Es belohnt den Wißbegierigen bestenfalls mit einem flüchtigen Blick ins Zwielicht einer anderen Welt. Aber ich will mein Bestes versuchen, das Problem zu schildern, das die Hoch-Nerds so fasziniert. Der Herr der Ringe ist ein sehr modernes Buch. Das vergißt man leicht bei all den Drachen, Rittern, und Feen, die darin herumschwirren. Die Märchenelemente können jedoch nicht über den postmodernen Charakter des Werkes hinwegtäuschen. Hierzu sei ein weiteres Mal auf die anachronistischen Postämter des kleinbürgerlichen Auenlandes verwiesen, die neben hochmittelalterlichen Königreichen und gottgleichen Herrschern der Antike bestehen. Des Weiteren erzählt der Herr der Ringe nicht nur von den Abenteuern der Hobbits, sondern gleichzeitig auch seine eigene Überlieferungsgeschichte. Die Verbindung, die der Erzähler des Prologs zwischen den Ereignissen des Ringkriegs und seinem eigenen Jetzt herstellt, hat viele Tolkien-Fans zu der Annahme verleitet, daß Mittelerde im selben zeitlichen Kontinuum angesiedelt sei wie unsere Welt. Nur eben um einiges früher. Doch unter den Hoch-Nerds gibt es einige, die von dieser These nicht überzeugt sind. Die vielen Anspielungen auf historische Strömungen, z.B. Mumifizierung in Númenor, Invasion von Reitervölkern, Erbfolgekriege in Gondor etc. nähren die Vermutung, daß die Geschichte Mittelerdes die irdische in künstlerisch verdichteter Form nachahmt. Wir hätten es demnach im wahrsten Sinne des Wortes mit „Kunstgeschichte“ zu tun. Das Phantastische an Tolkiens Welt ist nicht, daß es dort Magie und Fabelwesen gibt, sondern, daß sie sich selbst so verblüffend ernst nimmt. Schon im Prolog ist diese entwaffnende Selbstverständlichkeit der mittelirdischen Realität spürbar. Der Text klingt so nüchtern und trocken, daß ihn viele Erstleser einfach überblättern. Entscheidend aber ist die sprachliche Abstraktion dieser Prolog-Wirklichkeit. Der zurück blickende Erzähler scheint aus einer zeitlosen Zwischenwelt zu berichten, die uns vertraut und fremd zugleich vorkommt. Dieser geheimnisvolle Ton hat die Skeptiker, (zu denen sich auch Nelkhart zählen muss) zu der verwegenen Auffassung geführt, daß die Zeitalter der Sonne in ein ahistorisches paralleles Heute geführt haben. Diese Zeitebene kennt unseren bürgerlichen Alltag zwar in Grundzügen, blendet aber Popkultur, sexuëlle Selbstbestimmung und andere triviale Modeerscheinungen des 20. Jahrhunderts völlig aus. Tolkien schuf hier auf wenigen Seiten eine behagliche Schaukelstuhl-Gegenwart für seine Leser, die zwischen den Zeiten angesiedelt ist: ein abstrahiertes Heute. Ich nenne diesen literarischen Raum deshalb „das Lesezimmer“. Eine Dimension, in die nur unsere Erfahrungen aus Büchern gelangen, jedoch keine tagespolitischen Ereignisse. Die Ninwë-Stelle aber ist das wichtigste Gegenargument gegen das Lesezimmer. Sie reiht den Fall von Gondolin in das antike Periodisierungssystem der Reichssukzession ein und verbindet damit die historischen Stränge beider Welten zu einer gemeinsamen Erdgeschichte.
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  14. Da Nelkhart Luhmanns höchst interessante Systemtheorie kennt und sogar für wahr hält, hoffe ich, daß auf diesen Thread eingegangen wird. Dazu stelle ich - hoffentlich richtig - Luhmanns Theorie vor. Um diese Theorie zu verstehen, muss jedoch zuerst eine allgemeine Systemtheorie dargestellt werden. allgemeine Systemtheorie Erst einmal muss der Begriff "System" definiert werden. Ein System ist eine Menge bestimmter Entitäten (hier: Elemente), zwischen denen bestimmte Relationen (hier: Beziehungen) vorliegen. Ein Beispiel anhand der Soziologie wäre eine Freundschaft zweier Individuen. Hier kann eine "soziale Beziehung" (siehe "bestimmte Relationen") festgestellt werden. Diese soziale Beziehung der beiden Individuen impliziert den Systembegriff (handlungstheoretische Terminologie). Obwohl präzise Erfassungen von Relationen nur mathematisch möglich sind, nahm die Biologie eine wichtige Stellung in der Systemtheorie ein: durch die Beschäftigung mit organischen Systemen. Organische Systeme sind (im Unterschied zur klassischen Physik) ( ! ) offene Systeme zum unwahrscheinlichen Aufbau stationärer Zustände durch den permanenten Entzug von Energie aus der Umwelt. Dieser Vorgang ist eine ultrastabile Selbstregulierung (siehe Mensch als ( ! ) funktionierender Superorganismus): - "essentielle Variablen" (Lebensnotwendiges) werden innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen gehalten (vergleiche Bioökologie - kurzer Exkurs: außerhalb liegende Werte von Minimum und Maximum bedeuten für einen Organismus seinen Tod) - dem entgegenwirkende Umwelteinflüsse werden mit "Gegenstrategien" beantwortet -> die Auswahl der richtigen Gegenstrategie zeugt von hoher Komplexität (hier: die Vielfalt der Möglichkeiten in einem System (hier: System als Organismus) ): "Komplexität heißt Selektionszwang, Selektionszwang heißt Kontingenz, und Kontingenz heißt Risiko." (Luhmann) -> alles Leben verkörpere diesen Sachverhalt der Zielorientierung Wenn nun zwei selbstregulierende Systeme gekoppelt werden, ensteht ein neues selbstregulierendes System (man spricht dabei von Emergenz). Dabei müssen beide Teilsysteme gleichwertig nebeneinnder funktionieren. => Daher besteht eine Gesellschaft systemtheoretisch aus Systemen in Systemen in Systemen in Systemen usw. (da alle Individuen (siehe Superorganismus & ultrastabile Selbstregulierung) ein System darstellen: zwei Individuen ergeben eine Beziehung, mehrere Beziehungen eine soziale Ordnung, mehrere soziale Ordnungen eine Gesellschaft). Diese allgemeine Systemtheorie ist so nicht auf spezielle Forschungsgebiete oder Feldforschung anwendbar. Da Luhmanns Theorie auf einer anderen aufbaut, sei auch diese kurz skizziert: die Systemtheorie PARSONS' Ego & Alter (hier: sprachliche Variablen für zwei Individuen, vergleiche allgemeine Systemtheorie) wollen ( ! ) kooperativ irgendwelche Ziele in irgendeiner Umweltsituation erreichen: - die Situation wird dazu angemessen schematisiert - diverse Mittel werden mobilisiert und eingesetzt -> es kommt zu einer Abstimmung (nicht im Sinne einer Wahl) der Ziele => Demnach gebe es eine doppelte Kontingenz der Orientierungen, die Rekurs auf institutionalisierte Werte nehmen und sich durch die individuellen Biographien und der emergenten (siehe oben Emergenz) sozialen Beziehung (doppelte Systemreferenz) bedingen. Nach Parson gibt es da vier Grundfunktionen: die Adaption (Mittelmobilisierung), die Gerichtetheit (Zielrealisierung), die Integration (Handlungsbestimmung) & die Latenz (Inbegriff der handlungssteuernden Deutungsmuster) Auf diesem so genannten AGIL-Schema - dem Versuch, die Verfeinerung mehrerer Bereiche menschlichen Handelns aufzuzeigen - bauen nach Parson die gesellschaftlichen Teilsysteme (hier kein Individuum, sondern die Menge vieler Individuen) auf: Jedes Teilsystem hat neben den "outputs" eine Funktion für das übergeordnete System (hier: die ganze Gesellschaft), das wiederum von den funktional differenzierten Teilsystemen "bedient" wird - Beispiel anhand der Kultur: die Kultur gibt der Gesellschaft eine Orientierung vor, die Gesellschaft formiert aber auch Persönlichkeit, die Persönlichkeit steuert das Verhaltenssystem. <-> Ohne Organismus oder Verhaltenspotential gibt es keine Persönlichkeit, ohne Persönlichkeit keine Gesellschaft. Nach Parson gibt es vier Teilsysteme in einer Gesellschaft (hier als umfassendstes soziales System): - institutionalisierte Kultur (L [vergleiche Buchstaben mit dem AGIL-Schema]) - gesellschaftliche Gemeinschaft (I; z.B. Stamm, Nation) - Politik (G) - Ökonomie (A) die LUHMANNsche Systemtheorie Je höher die Eigenkomplexität eines Systems ist, desto höher sind seine "Überlebenschancen" (vergleiche Darwins Evolutionstheorie & die darauf heute aufbauende erweiterte Evolutionstheorie). Zum Überleben muss also eine Steigerung und Organisierung der Eigenkomplexität wegen des Selektionskampfs (siehe "survival of the fittest") passieren. Diese Steigerung und Organisierung wird durch einen "Sinn" erreicht. Der Sinn steigert die Eigenkomplexität eines Systems enorm, da jeder bestimmte Sinngehalt in einem unendlichen Horizont weiteren Erlebens steht. Dadurch entsteht eine Verschärfung des Selektionsdrucks (die daraus resultierende "Unruhe" ist charakteristisch für sinnhaft operierende Systeme). Durch die doppelte Kontingenz der Erwartungen (in einer Beziehung zweier Individuen, sprich hier Systeme, hat jeder der beiden Erwartungen an den anderen; siehe Ego & Alter) gibt es eine scheinbare Steigerung (der Eigenkomplexität). Die innere "Unruhe" (siehe oben) wird jedoch durch eine radikale Temporalisierung der Systemelemente aufgefangen: dies geschieht durch die Kommunikationen und Handlungen (hier als Ereignisse), die die Elemente sozialer Systeme sind - ( ! ) nicht die Individuen/Menschen. Luhmann untermauert hiermit die Verbannung des Individuums in die (in seine) Systemumwelt): "Kommunikation erzeugt Kommunikation und reagiert auf Kommunikation." -> Für Individuen ist kein Platz in diesem selbstreferentiell geschlossenen Zirkel (die Individuen sind Teil hiesiger Umwelt). Wer es bis hierhin geschafft hat, kommt nun endlich zu der zu diskutierenden Aussage Nelkharts: Nach obiger Darstellung der Systemtheorie ist die "poetische Wahrheit" ein System, das in Korrelation zu den Systemen der ersten Ebene, also den Individuen steht. Dieses System der poetischen Wahrheit wird von den Individuen 'geschaffen' und erhält sich dadurch durch ein höheres selbstregulierendes System anderer Eigenkomplexität selbst am Leben, sodaß es auf einige wenige Indivuduen so einwirken kann, daß diese die "poetische Wahrheit" dem großen Rest der anderen Individuen mitteilen können. Eines dieser Inviduen war demnach Tolkien, das durch die Verbannung in seine Systemumwelt diese in die "poetische Wahrheit" einweihen konnte. Tolkien war folglich 'nur' - salopp gesagt - "Opfer" des Systems der poetischen Wahrheit, das durch gewisse kommunikative Aktionen und Reaktionen gerade ihn 'auserkoren' hat, was nur durch die hohe innere "Unruhe" des Systems der poetischen Wahrheit möglich war. Ist das so Luhmanns theoretischer Ebene entsprechend, Nelkhart? Nach dieser Deiner auf Luhmanns Theorie aufbauender These müsstest Du, ja müsste ( ! ) die Menschheit, den Nachfolger ja bald finden, sofern Luhmann und Du Recht haben. Ich hoffe sehr, daß dies eintreten wird. Ein Nachfolger Tolkiens wäre ein wunderbares Geschenk an das allumfassende System der Menschheit. Zu guter Letzt möchte ich als System "raukothaur" oder Ego dem System "Nelkhart" oder Alter für seine kommunikative Aktion gedanklichen Austausches danken, die diese kommunikative Reaktion erst ermöglicht hat. Anmerkung an Mods: Bin mir unsicher, in welchem Unterforum das Thema am besten aufgehoben ist. Vielleicht in "Tolkiens Leben" oder in "Tolkiens Fans"? Darf gerne verschoben werden. Die Quelle zu den Systemtheorien: Rainer Döbert, Systemtheorie, Aufsatz im Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, Hubert Cancik, Burkhard Gladigow, Karl-Heinz Kohl (als Hrsg.) , S. 152-160
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  15. haha Du bist alt und gebrechlich ! hmm ich kann da nix lustiges finden aber okay.
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  16. Grundsätzlich hast du völlig recht, raukothaur. Lass mich trotzdem bitte deinen knappen Beitrag als Aufhänger nehmen, um das Ganze Thema etwas zu differenzieren. Tolkien hat ein sehr interessantes Konstrukt geschaffen. In der guten Tradition von Märchen und Mythen hat er sich mit der menschlichen Sehnsucht nach Unsterblichkeit, die sich aus dem Ringen mit der eigenen Sterblichkeit ergibt, auseinandergesetzt, indem er eine unsterbliche Rasse geschaffen hat und die Problematik aus der Perspektive eben dieser unsterblichen Rasse betrachtet hat. Das könnte ich jetzt seitenweise näher darlegen, aber wichtig ist nur das "Ergebnis": So wie die Menschen mit dem Tode hadern und sich nach Unsterblichkeit sehnen, so hadern die Elben mit ihrer Unsterblichkeit, leiden geradezu daran, und sehnen sich nach der Befreiung von den Fesseln der Erdgebundenheit. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass auch die Unsterblichkeit der Elben im Grunde nur Schein ist. Da die Schöpfung vergänglich ist, sind auch die Elben am Ende vergänglich und werden genauso ausgelöscht wie die Menschen im Tod ausgelöscht werden. Im Grunde stehen beide, sterbliche Menschen wie unsterbliche Elben, am Ende vor dem Abgrund des Todes. Nun ist es recht leicht, zu sagen: Die Menschen sind nicht an die Welt gebunden und Eru hat nach deren Tod einen Plan mit ihnen, während die Elben vollständig vernichtet werden. Das wird aber so nie explizit gesagt, denn das würde Tolkiens Konstrukt völlig auseinandersprengen und seine Mühen zunichte machen, die er sich bis dahin gegeben hat. Und dessen war er sich offensichtlich auch bewusst. Denn Tatsache ist: Weder Elben noch Menschen haben auch nur einen blassen Schimmer, was nach ihrem endgültigen Tod mit ihnen geschieht. Der elbische Mythos gibt einige sehr vorsichtige Hinweise, aber die müssen sehr differenziert betrachtet werden. Wichtig ist, dass wir hier ausdrücklich eine elbische Perspektive vor uns haben. Wenn im Mythos davon die Rede ist, was mit den Menschen nach ihrem Tod geschieht, wird immer wieder ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Elben dies nicht wissen. Dennoch stellen sie Vermutungen an, indem sie die Natur der Menschen betrachten und daraus Schlüsse auf ihre Bestimmung ziehen, zum Beispiel: Menschen sind bei weitem nicht so stark an die Welt gebunden wie Elben, zudem sterben sie früh, also besitzen sie eine Art Freiheit gegenüber der Schöpfung und ihrem Schicksal, also liegt ihre Bestimmung außerhalb der Welt. Damit wecken sie Hoffnungen, mehr aber auch nicht. Wenn über das Schicksal der Elben nach der Zerstörung Ardas die Rede ist - wieder aus elbischer Perspektive - haben wir es ganz deutlich mit einer Verdichtung elbischer Erlösungshoffnungen zu tun: Die Welt, an die sie gebunden sind, wird neu und diesmal fehlerfrei entstehen, ohne den Veränderungsprozess, an dem sie so leiden. Darüber hinaus wird DER elbische Sündenfall schlechthin "erlöst", denn Feanor wird seine Silmarilsteine freiwillig aufgeben, sie werden zerbrochen, die Zwei Bäume werden wiederbelebt und ihr Licht wird über die ganze Erde strahlen und die Götter wieder jung machen und die verstorbenen Elben wiederauferstehen lassen. Auch hier: Nichts weiter als elbenspezifische Hoffnungen. Dies scheint Tolkien überaus wichtig gewesen zu sein: Er achtet höllisch darauf, nirgendwo eine eindeutige Aussage darüber zu machen, was Elben oder Menschen nach ihren endgültigen Tod erwartet. Es gibt kein Himmel-Hölle-Fegefeuer-Konzept oder ähnliche Dinge, Tolkien verzichtet komplett darauf. Er deutet immer nur Hoffnungen an. Diese ist ihm dafür umso wichtiger, diese Hoffnung die nicht weiß, was geschehen wird, die sich nicht auf Erfahrung stützen kann, die immer eine "hope without guarantees / Hoffnung ohne Garantien" bleibt. In der "Athrabeth Finrod ah Andreth" wird sie mit dem Begriff Estel bezeichnet. Aragorn, der Archetyp eines idealen Umgangs mit dem Tod, der nicht zufällig den Ziehnamen Estel trägt, lässt sich von dieser Hoffnung im Sterben leiten, als er sich dem Tod freiwillig stellt, ihn als Teil seiner menschlichen Natur akzeptiert und alles loslässt was er hat, seine Macht, seine Ämter, seinen Besitz, die Welt, sich selbst. Seine Hoffnung ist alles, was er hat, und sie kann hier und da in Tolkiens Werk erahnt werden - aber sie wird nie explizit, weder für Elben, noch für Menschen. Hoffnung zu wecken und Trost zu spenden gehört zu den Funktionen, die Tolkien der fantastischen Literatur zugeschrieben hat. Er selbst hat sein Leben lang mit dem Tod gerungen, seinen Vater hat er kaum gekannt, als dieser starb, seine Mutter starb als er zwölf war, im Ersten Weltkrieg hat er den Tod in seiner schrecklichsten Form kennengelernt, und anschließend waren alle seine Freunde bis auf einen tot. Es wundert nicht, dass Tolkien sich so intensiv literarisch mit diesem Thema auseinandergesetzt und so versucht hat, einen Weg zu finden, um mit dem Tod umzugehen - den er wenige Jahre vor seinem Tod radikal und deutlich als "unjustifiable violation / durch nichts zu rechtfertigende Vergewaltigung" der menschlichen Natur bezeichnet hat.
    3 Punkte
  17. In diesem Beitrag spoilere ich die ersten drei Staffeln und Bücher (gehe bei diesen nicht über den Stand der dritten Staffel hinaus, spreche aber Dinge an, die nur in den Büchern vorkommen), Informationen zur vierten Staffel setze ich in Spoilertags. Ich habe zuerst Staffel 1 und 2 gesehen, von denen ich unglaublich begeistert war, bevor ich alle 5 Bücher gelesen habe. Dann habe ich sehnsüchtig auf die dritte Staffel gewartet, welche die erste werden sollte, bei der ich direkt beim ersten Sehen den Serien/Buch-Vergleich ziehen konnte. Und mir fielen die meisten Änderungen gleich ins Auge, nahm sie meistens aber gelassen hin, auch wenn sich hier und da bereits Unmut bei mir breit machte. Noch war ich aber auf der Seite der Serienliebhaber und habe Änderungen oftmals auf das Medium geschoben. Nach der dritten Staffel habe ich mich monatelang sehr intensiv mit den Büchern auseinandergesetzt, einzelne Stellen zehnmal gelesen und so gut wie jede ernsthafte Theorie in mich aufgesaugt. Ich habe bei jedem Reread weitere Feinheiten und Details entdeckt und Zusammenhänge verstanden. Und bin immer weiter auf Abstand zur Serie gegangen. Staffel 4 habe ich etwas skeptisch entgegengeblickt, da sich hier endgültig entscheiden würde, wohin die Reise geht. Und nach den ersten 5 Episoden muss ich für mich persönlich endgültig sagen: Diese Serie ist A Song of Ice and Fire nicht würdig. Noch habe ich für mich nicht entschieden, welche Konsequenzen ich daraus ziehen werde, da ich wegen dieser Erkenntnis grundsätzlich nicht die Wände hochlaufe. Problematisch wird es für mich allerdings dann, wenn die Serie schon zum jetzigen Zeitpunkt anfängt, die Bücher zu spoilern, und einen ersten Vorgeschmack scheinen wir ja bereits in der vierten Episode bekommen zu haben. Ich werde im Folgenden versuchen, meine Meinung darzulegen. Game of Thrones basiert ausdrücklich auf der Buchreihe A Song of Ice and Fire. Das kann man der Eröffnungsfrequenz deutlich entnehmen, außerdem haben sich die beiden Macher David Benioff und David Weiss dazu bekannt, die Verfilmung so nah wie möglich am Buch halten zu wollen, da sie nach eigener Aussage GRRM und seinem Werk großen Respekt zollen würden. An diesem Anspruch müssen sie sich nun meiner Meinung nach auch messen lassen. Leider wurde direkt in der ersten Staffel damit begonnen, Teile der Vorlage zu ignorieren. Es handelte sich oft um kleinere Änderungen, sodass diese im Einzelnen gar nicht so sehr ins Gewicht fielen und bei den meisten unter dem Eindruck dieser völlig neuartigen Show oder der Freude über eine Visualisierung ihrer Lieblingsgeschichte begraben wurden. Allerdings kommt man bei genauer Analyse der Charaktere und Handlungsorte nicht darüber hinaus, dass aus den verschiedensten Gründen (Budget, Screentime, anderes Medium,...) eine ganze Menge verändert worden ist. Besonders irritierend finde ich im Nachhinein die Szenen, bei denen eine Buchszene nicht weggelassen oder etwas verändert, sondern um 180° ins Gegenteil verkehrt wurde. Beispiele dafür sind Catelyn in der ersten Episode, als sie dagegen ist, dass Ned nach King's Landing geht, während sie im Buch dafür ist. Oder als Ned in Episode 3 in King's Landing ankommt und eine Sitzung des Small Councils einberufen wurde. Während er in der Serie den Herold, der ihn fragt, ob er nicht etwas Passenderes anziehen wolle, mit einem eiskalten Blick begegnet, wünscht er im Buch von sich aus einen kurzen Aufschub, damit er seine staubigen Sachen gegen etwas Passendes wechseln kann. Zwei kleine Beispiele, bei denen wohl so einige jetzt die Augenbrauen hochziehen und sagen: "Ja meine Güte, was soll's?" Ich werde allerdings aufzeigen, dass diese beiden Szenen symptomatisch für die Charakterzeichnung in Game of Thrones sind. Ein weiteres Beispiel für die Darstellung des Gegenteil beim ersten Sex von Drogo und Daenerys. Während sie im Buch einverstanden ist und "ja" sagt, ist es in der Serie eine Vergewaltigung. Erfreulich, dass Daenerys das aber kein bisschen stört (Nebenbei bemerkt: was hat das denn bitte für eine Außenwirkung?). Dann die Änderungen beim Alter: Das Alter der Kinder wurde jeweils um ein paar Jahre angehoben, bei Jon, Robb und Daenerys einfach mal um fast 10 Jahre. War es grundsätzlich richtig, das Alter der Kinder anzuheben, stimmen vor allem bei den Erwachsenen die Relationen hinten und vorne nicht mehr. Im Buch sind Ned (35), Catelyn (34), Jaime (32), Cersei (32) und Robert (35) mit sehr wenigen Jahren Unterschied eine Altersklasse, Tyrion (24) ist da noch einmal ein gutes Stück jünger. In der Serie wirkt Ned Ende 40, Robert ebenfalls, während Jaime und Cersei Mitte 30 zu sein scheinen. Obwohl Tyrion der jüngere Bruder der beiden sein soll, wirkt er für mich älter. Und Catelyn ist extrem auf angehende Großmutter gecastet, während sie sich im Buch durchaus vorstellen kann, ein weiteres Kind zu gebären. Winterfell wird dunkel, ungemütlich und recht klein dargestellt, ganz im Gegensatz zur riesigen einladenden und fortschrittlichen Festung aus den Büchern inklusive Wintergarten mit Glasdach und Heizungssystem über Heißwasserquellen. Die Starks sind keine furchtbar nette Familie, wo Papa Stark und Mama Stark abends angekleidet im Bett sitzen und herzhaft Witze über den korpulenten König machen. Die Starks sind DAS Adelsgeschlecht des Nordens, und sie sind hart wie die nördliche Welt selber. Ned wirkt für Außenstehende wie das personifizierte Eis, selbst seine Frau hat Jahre gebraucht, um zu erkennen, was unter der Schale liegt. Die Klamotten der Starks sehen aus, als ob die sich zwei Kartoffelsäcke zusammengenäht hätten, während sie im Buch meistens Seide tragen. Bei Massenszenen versagt die Serie völlig. Ein paar Reiter sollen eine riesige dothrakische Armee von 40000 Mann darstellen und das gewaltige Turnier der Hand, bei dem King's Landing wegen eines Massenanlaufs aus allen Nähten platzt, sieht aus wie ein drittklassiger Mittelaltermarkt. Tyrion darf es sich erlauben, zum königlichen Festessen zu spät zu kommen und Cersei benimmt sich auf eine Weise, bei der man ihr eine runterhauen sollte. Und Sansa gleich mit, weil sie später trotzdem glaubt, die Frau wäre nett. Ach ja, und Jaime und Ned haben es offenbar nötig, alle paar Meter ihren Schwanz zu vergleichen. Absolut unpassend für beide Charaktere. Genauso unpassend wie ein Jaime, der sich mit Neds Bastard unterhält. Weiterhin wurde LF von einem gefährlichen Mann mit ungewissen Motiven zu einem Erklärbär erster Klasse, der zwei Prostituierten sein Innerstes offen legt und mit Varys immer mal wieder Pläne austauscht. Besonders nett auch die Szene, als er Sansa auf dem Turnier von dem gefährlichen Geheimnis um Sandor Cleganes Brandverletzung erzählt und sie darauf hinweist, es niemals irgendjemandem zu sagen, und um sie herum lauschen fünf Leute andächtig seinen Worten. Weiterhin wurde keinerlei Wert auf das Aussehen der Charaktere gelegt. Dass Peter Dinklage nicht hässlich ist, kann man erst einmal so stehen lassen, aber wo sind seine weißblonden Haare und seine ungleichen Augen? Wo sind die grünen Augen der Lannisters und vor allem später bei Jaime die blonden Haare? Wo die lilanen Augen bei Daenerys und die silbergoldenen (nicht weißblonden) Haare? Wo die rötlichen Haare von Robb, Bran und Rickon, wo die dunkelbraunen Haare von Jon und die grauen Augen der Starks im Allgemeinen? Ich kann verstehen, dass Talent vor Aussehen geht, aber mit Färben, Perücken und Linsen hätte man so einiges hinbekommen und auch die Buchleser erfreuen können, zumal die Merkmale den Wiederkennungswert steigern und bisweilen auch für die Geschichte relevant sind. Staffel 2 hat vor allem bei drei/vier Handlungssträngen unglaublich viel verändert. Daenerys in Qarth. Robb und Talisa. Arya und Tywin. Jon nördlich der Mauer. Da Daenerys in A Clash of Kings ganze 5 Kapitel von 69 hatte, verstehe ich natürlich, dass man ihr mehr Screentime geben und ihre Geschichte ausbauen wollte. Leider entsteht hier ein Logikloch (so muss sie sich zuerst vor den neuen Herrschern in Acht nehmen, marschiert dann aber ungestört ins Schlafgemach von Xaro Xhoan Daxos). Im Haus der Unsterblichen ersetzt man die bildgewaltigen und teilweise sehr aufschlussreichen Visionen in erster Linie durch eine Szene, mit der man Jason Momoa (Khal Drogo) eine kurze Rückkehr ermöglicht. Was teilweise sogar verständlich ist, da man ansonsten teilweise zu viel gespoilert hätte, aber die Szene mit Drogo ist absolut belanglos und kitschig. Jon verbringt den größten Teil der zweiten Hälfte von ACOK mit dem Expeditionscorps um Halfhand, die Dialoge zwischen den beiden gehen unter die Haut. In der Serie ist Qhorin Halfhand nur eine Randnotiz, Jon verbringt dafür mehr Zeit mit Ygritte. Arya ist im Buch ebenfalls in Harrenhal, allerdings nicht bei Tywin, sondern bei Roose Bolton, welcher nicht wie in der Serie bei Robb ist, sondern eine eigene Armee befehligt und Harrenhal schon früher in Besitz nimmt. Hier wollte man Charles Dance' Rolle ausbauen. Was D&D aber am meisten vorgehalten wurde, war die Veränderung von Robbs Handlungsstrang. Hier wurde so gut wie alles geändert, was man ändern konnte. Dazu aber später mehr. Die Serie entfernt sich also weiter von der Vorlage. Und fährt damit auch in Staffel 3 fort, von Staffel 4 ganz zu schweigen. Spontan fallen mir etliche Unterschiede ein. Nun mag mancher sagen: "Man muss der Serie ihren Spielraum lassen". Und da stimme ich sogar zu. Man kann ein Buch nicht eins zu eins verfilmen. Ja, man kann auch ASOIAF nicht exakt buchgetreu verfilmen. Zu viele Charaktere, zu viele Handlungsstränge, zu ausufernder historischer Hintergrund. Man muss Änderungen vornehmen. Doch habe ich an Änderungen vor allem zwei Ansprüche: Sie sollen weiterhin dem Geist der Buchvorlage entsprechen und außerdem in sich logisch sein. Und hier versagt die Serie meiner Meinung nach. Die beiden Hauptbestandteile von ASOIAF sind die sehr interessante Charakterzeichnung (fast jeder Charakter hat seine Schattenseiten, es wird einem nicht vorgeschrieben, wen man wie zu bewerten hat) und das vergleichsweise geringe Vorkommen von Klischees. Und auch wenn jemandem völlig gleichgültig ist, dass es eine Buchvorlage gibt oder er das zu 100% trennen kann, kann man meiner Meinung nach sagen: Je weiter sich die Serie von der Buchvorlage entfernt, desto schwächer wird sie in der Regel. Schauen wir uns mal die Charakterzeichnung und dazugehörigen Handlungsstränge im Vergleich an: Ned Stark: In der Serie läuft er rum wie ein einfacher Bauer und erinnert vom Erscheinungsbild stark an den Boromir aus den LOTR-Filmen. Durch sein einfaches Erscheinungsbild erweckt er gleich die Sympathien der Zuschauer. Ebenso durch das vertrauliche Getue mit seiner Ehefrau. Er ist aber kein einfacher Bauer oder kleiner widerspenstiger Lord, was die Etiquette angeht. Er ist der Lord von Winterfell, Nachfahre eines 8000 Jahre alten Herrschergeschlechts und einer der mächtigsten Lords von Westeros. Während die Serie ihn einfach als guten Mann hinstellt, gibt es in den Büchern einen Grund für seine Prinzipien, die er nicht aus heiterem Himmel empfangen hat. Und zwar besitzt er seine Prinzipien, weil er sich eben zum Adel bekennt. Er bekennt sich zu seiner Stellung und mit der damit einhergehenden Verantwortung für seine Umwelt. Und deshalb ist die weiter oben benannte Szene bei seiner Ankunft in King's Landing auch so wichtig. Ein Adeliger, der sich einen Dreck um seine adelige Abstammung schert, bei einem Krug Bier lustig wird und einfach qua Geburt moralische Vorstellungen hat, ist für mich ein Klischee. Catelyn Stark: Sie ist in der Serie das typische Heimchen am Herd, das einfach nur will, dass es der Familie gut geht. Doch in den Büchern ist sie der politische Kopf der Familie und durchaus machtbewusst. So will sie Ned dazu bewegen, nach King's Landing zu gehen und der Verlobung von Joffrey und Sansa zuzustimmen, weil ihr die Vorstellung gefällt, ihre Familie in einer solchen Machtposition zu wissen. In der Serie will sie einfach nur, dass alle da bleiben, wo sie sind. Und auch ihr politisches Gespür blitzt nur hier und da mal auf. Außerdem ist sie attraktiv in den Büchern, während sie in der Serie darauf in keiner Weise ausgelegt worden ist. Die trauernde Hausfrau ohne Sexappeal ist ebenfalls eine klischeebeladene Rolle. Sansa Stark: In den Büchern wurde sie von der Außenwelt weitestgehend abgeschirmt und auf ihre Rolle als Lady vorbereitet. Deshalb wächst sie in der Vorstellung von edlen Prinzen und tapferen Rittern auf. Als sie Joffrey begegnet, sieht sie in ihm die Erfüllung ihrer persönlichen Märchengeschichte, von der sie sich auch nicht abbringen lassen will. In der Serie wirkt sie machtgieriger ("Ich will ihn heiraten und seine Königin werden, das ist alles, was ich immer wollte"), da ihr Hintergrund eher schwach erläutert wird. Zusätzlich hängt man ihr die klischeehaften Züge einer pubertierenden Jugendlichen an, wenn sie der Septa über den Mund fährt oder Ned wegen der Puppe brüsk abweist. Viele werfen ihr zudem vor, dass sie sich gegenüber Tyrion ungerecht verhält. Und da muss ich in der Serie sogar zustimmen. Finde es auch etwas zweifelhaft, dass sie Tyrion erst ihr Seelenleben präsentiert und ihm dann implizit vermittelt, dass er die Klappe halten soll. Aber wie auch immer, innerhalb der Serie im Großen und Ganzen dennoch logisch. Robb Stark: In ihm lebt Ned Stark in den Büchern weiter. Er würde niemals auf die Idee kommen, 2000 Männer in den sicheren Tod zu schicken. Ab der zweiten Staffel wurde sein Charakter allerdings völlig verhunzt, was mich im Nachhinein besonders getroffen hat, da er einer meiner Lieblingscharaktere in den Büchern war. Während er im Buch als militärisches Genie von sich reden macht und in mehreren Schlachten siegreich vom Feld geht, wird das in der Serie auf eine einzige Schlacht reduziert. Stattdessen sitzt er ab der zweiten Hälfte nur noch rum und beschäftigt sich mit Talisa, dem Serienhassprodukt Nr. 1. Ihr Charakter ersetzt den der Jeyne Westerling, Tochter eines uralten Adelsgeschlechts aus den Westerlands, deren Burg Robb erobert und dabei von einem Pfeil verwundet wird. Sie pflegt ihn daraufhin auf Geheiß ihrer Mutter. Physisch und psychisch angeschlagen (er erfährt von der vermeintlichen Ermordung Rickons und Brans), lässt er sich von ihr "trösten". Da das für das junge Mädchen eine Entehrung darstellt, übernimmt Robb die Verantwortung für sein Handeln und heiratet sie am nächsten Tag. Er weiß, was das für ihn politisch bedeutet, kann aber einfach nicht anders. Darin besteht die Tragik seines Charakters. Nun zur Serie: Dort gibt es stattdessen Talisa, welche einem schlechten Disneyfilm entsprungen sein könnte. Eine hübsche, junge Frau hochadeliger Herkunft von einem anderen Kontinent. In ihrer Heimatstadt werden Sklaven gehalten, doch nachdem ihr Bruder von einem gerettet wurde, beschloss sie, ab sofort auf den Schlachtfeldern der Welt verwundete Soldaten zu verarzten. Glücklicherweise wurde sie offenbar noch nie vergewaltigt. Nun lernt sie also den jungen König kennen und erkennt sofort seine Kurzsichtigkeit ("Ihr führt einen Krieg und habt euch keine Gedanken um die Zeit danach gemacht?"), außerdem ist sie unglaublich emanzipiert. Anschließende Liebesgeschichte natürlich inklusive. Der Charakter trieft nur so vor Klischees und Kitsch, dass es für mich nur schwer zu ertragen war. Etwas derartiges wäre GRRM nicht einmal im sturzbesoffenen Zustand eingefallen. Bezeichnend auch ein Interview, in dem GRRM sich diplomatisch, aber recht deutlich von der Umsetzung dieses Handlungsstranges distanziert. Robb liebt Talisa, Talisa liebt Robb, sie haben Sex, sie heiraten. Robb wird hier einfach nur als ignoranter, liebestoller Vollidiot dargestellt. Es gab überhaupt keinen Grund, sie vor der Beendigung des Krieges zu heiraten. Wenn wir schon bei Robb sind, gleich auch etwas zur Logik seines Handlungsstranges in strategischer Hinsicht. Er kommt von Norden und schlägt Jaime bei Riverrun (Staffel 1) und dringt in den Westen ein, wo er ebenfalls eine Schlacht schlägt (Staffel 2). Dann kehrt er zurück und zieht mehr oder weniger an Riverrun vorbei nach Harrenhal, von wo aus er kurze Zeit später wieder nach Riverrun zu einer Beerdigung zieht, um nach der Hochzeit bei den Twins (nördlich von Riverrun) das Ziel anzugreifen, welches er in Staffel 2 nicht einmal mit Freys und Karstarks angreifen wollte: Casterly Rock. Eine fast uneinnehmbare Burg, welche er eine Staffel lang mit voller Mannstärke mehr oder weniger vor der Nase hatte, wird von ihm mit geringerer Truppenstärke im Zuge eines Geistesblitzes als neues Angriffsziel deklariert und das militärische Genie Robb Stark damit endgültig ad absurdum geführt. Karstark richtet er in der Serie ebenfalls uneinsichtig und ignorant hin, während er im Buch wiederum weiß, was das für ihn bedeutet, aber wieder kann er das politisch Notwendige nicht über das moralisch Richtige stellen. Darüber hinaus ist Robb in der Serie arrogant gegenüber Catelyn, Edmure und den Freys, von seiner Ehre und seiner Erziehung durch Ned bleibt letzten Endes nicht mehr viel übrig. Ist er im Buch von Beginn an von Verrat umgeben (Bolton befehligt im Buch eine eigene Armee und richtet noch viel mehr Schaden an) und scheitert an der politischen Realität, scheitert er in der Serie in erster Linie an sich selber. Sein Ende mag ihn bei vielen wieder in den Kreis der Sympathieträger gerückt haben, bei mir war das nicht der Fall. Am Ende bleibt ein Handlungsstrang mit Klischees, Kitsch und Logiklöchern plus ein hinsichtlich der Buchvorlage zu 100% zerstörter Charakter. Noch kurz etwas zur Inszenierung der Red Wedding: Für viele Wissende und vor allem Unwissende zweifellos schockierend, ist mir in erster Linie das verschenkte Potenzial aufgefallen. Mehrfach wird die Spannung rausgenommen, manche Szenen wirken hektisch und dadurch unfreiwillig komisch (wenn Bolton auftaucht und Robb den Gnadenstoß gibt, merkt man, dass er jetzt schnell wieder zur Seite treten muss, um den Blick auf Robb freizugeben, ähnlich bei dem Frey, der Catelyn tötet). Natürlich dennoch eine grandiose schauspielerische Leistung von Michelle Fairley. Jaime: Hier wurden vor allem zwei entscheidende Szenen eingefügt. Zum einen das Gespräch mit Tywin, zum anderen der Fluchtversuch auf Kosten seines Cousins. Fange ich mit letzterem an. In meinen Augen unpassend, dass Jaime einen Verwandten für einen völlig dilettantischen Fluchtversuch tötet. Das hätte er mit Sicherheit anders planen können. Aber lassen wir die Buchvorlage weg. Dann kommen wir nämlich zu dem Gespräch mit Tywin. Dort fragt ihn dieser: "Wieso ist Ned Stark noch am Leben?" Und Jaime antwortet: "Es wäre nicht sauber gewesen." Dabei hatte er einen guten Grund, nämlich die Sicherheit des von Catelyn Stark gefangengenommenen Tyrion. Für ihn war es aber offensichtlich das wichtige Argument, dass es nicht sauber gewesen wäre. Hinsichtlich des Mordversuchs an Bran und des späteren Mords an seinem Cousin ein Logikloch, was seinen Charakter betrifft. Dass er jedes Mal die Begegnung mit Ned Stark sucht und sogar Jon Snow seine Aufmerksamkeit zuwendet, ist ebenfalls eine Serienerfindung, die nicht zum Buchcharakter passt, aber wohl noch ohne Logikloch in der Serie verwendet werden kann. In Staffel 4 kommt es zu einer der Szenen, die die meiste negative Kritik hervorgerufen hat. Jon: Sein Charakter war wesentlich impulsiver und aufbrausender im Buch, was hinsichtlich des monotonen Gesichtsausdrucks von Kit Harington eine willkommene Abwechselung wäre. Hier ist es aber weniger der Charakter, der es hinsichtlich der Bücher schlechter macht, sondern drei Handlungsstränge in Staffel 2, 3 und 4. Staffel 2: Jon schließt sich Qhorin Halfhands kleinem Kommando an und nimmt Ygritte gefangen. Während sie in der Serie entkommt und er wie ein Idiot hinterherläuft, lässt er sie im Buch frei und kehrt zu Halfhands Trupp zurück. Sie werden entdeckt und gejagt. Während dieser Jagd teilen sich die Mitglieder immer weiter auf, bis nur noch Jon und Qhorin übrig bleiben. Von Beginn an sind die Dialoge stark, es geht vor allem um menschliche Aufopferung für eine Sache, ohne aber ins Pathetische abzudriften. Das Verhältnis Jon-Qhorin wird ausgebaut und das Fundament für den Höhepunkt gesetzt: Jon tötet Qhorin auf dessen Befehl hin. In der Serie verbringt Jon die Zeit stattdessen mit Ygritte, läuft orientierungslos durch die Eiswüste und lässt sich mehrfach austricksen. Der Dialog geht zu 20% um den Konflikt Menschen der Sieben Königslande/Nachtwache gegen Wildlinge und zu 80% um sexuelle Anspielungen. Staffel 3: Jon ist bei den Wildlinge. Doch während er sich im Buch phasenweise wirklich etwas in der Liebesbeziehung zu Ygritte verliert und die Fronten für ihn leicht verschwimmen, kommt in der Serie nicht der leiseste Verdacht auf, dass er der Nachtwache irgendwie untreu werden könnte. Es ist eher überraschend, dass außer Orell keiner merkt, wie wenig Mühe sich Jon überhaupt gibt. Anstatt sich also auf die aus Jons Zwist resultierende Spannung zu konzentrieren, gibt man einer wieder mal klischeehaften Eifersuchtsgeschichte mindestens genauso viel Screentime. Einmal mehr vergeudetes Potenzial. Staffel 4: An dieser Stelle auch noch gleich ein Wort zum Handlungsstrang der Nachtwache, an dem Jon nicht beteiligt ist. Am Ende von Staffel 2 gibt es einen Gänsehaut verursachenden Cliffhanger mit der anrückenden Armee aus Weißen Wanderern und Untoten, welcher in Staffel 3 brachial schlecht aufgelöst wird. Ist es für viele nach der Eingangsfrequenz generell unklar, dass überhaupt eine für die Nachtwache vernichtende Schlacht stattgefunden hat, kommt auf dem Rückweg, auf dem man die gleichen 50 Nasen wie auf dem Hinweg sieht, bei mir nicht einmal ansatzweise rüber, welcher Bedrohung die Überlebenden und die Sieben Königreiche ausgesetzt sind. Tyrion: Mein Lieblingsbeispiel, wie man aus einem grauen Charakter einen blütenweißen macht. Im Buch moralisch durchaus zweifelhaft, ist er in der Serie einfach ein armer kleiner Zwerg, der von allen gehasst wird, obwohl er nur das Gute will. Ich nenne nur einmal ein paar Beispiele, die ihn im Buch zu einem grauen und damit auch realistischeren Charakter machen. Er hat auf Geheiß seines Vaters seine Jugendliebe vergewaltigt. Hier wird er oft in Schutz genommen, dass er ja gezwungen worden sei. Allerdings kann man dem Text deutlich entnehmen, dass er selber wollte. In einer Szene tritt ihm Shae zu nahe, er schlägt sie. Sein Vater hat ihm ja verboten, Shae mit nach King's Landing zu nehmen. Dort bringt er sie zuerst in einem Bordell unter, allerdings trifft dort ein Sänger auf sie und erkennt, was es mit ihr auf sich hat. Als der Sänger Anstalten macht, Tyrion damit zu erpressen, beauftragt dieser Bronn, den Sänger zu töten und in den Suppenküchen des Armenviertels verarbeiten zu lassen. Als King's Landing sich auf den Angriff durch Stannis im zweiten Buch vorbereitet, schickt Cersei ihren zweitgeborenen Sohn Tommen mit Wachen und Gefolge zu einer Festung, damit er im Falle einer Niederlage nicht Stannis in die Hände fällt. Tyrion lässt Tommens Trupp abfangen, um ihn unter seinen Einfluss zu bekommen. Ziel ist es, Macht über Cersei zu bekommen. Auch wenn man durch seine Gedanken erfährt, dass er Tommen nie etwas antun würde, droht er Cersei, dass er Tommen das Gleiche antun würde, was sie einer Prostituierten antut, die sie fälschlicherweise für Tyrions Geliebte hält und deshalb gefangen genommen hat. Was bei seiner Familie einen fatalen Eindruck hinterlässt und für durchaus gerechtfertigte Ablehnung bei eben dieser sorgt (Tywin: "Du stellst eine Hure über deine eigene Familie?"). Weiterhin ist das Verhältnis zu seinem Vater im Buch vielschichtiger, da er im Buch wesentlich fordernder und unverschämter ihm gegenüber auftritt und in Teilen sogar ein Tywin in Kleinformat ist, wenn auch meistens noch mit einem Rest moralischer Tugend und Mitgefühl. Zusätzlich bekommt man in der Serie dann noch von Charakteren wie Margaery oder Varys vorgesetzt, wie gutaussehend oder fähig er doch ist. Ist Tyrion im Buch als vielschichtiger Charakter konzipiert, den man mögen kann, lässt einem die Serie mit einer recht eindimensionalen Charakterzeichnung in dieser Hinsicht eigentlich gar keine Wahl. Nebenbei bemerkt haben sich die Macher mit dem Shae-Handlungsstrang keinen Gefallen getan. Im Buch von ihrer Seite aus eine reine Geschäftsbeziehung (während er eben das nicht wirklich wahrhaben will), bekommen wir in der Serie ein recht nervige Liebesbeziehung vorgesetzt, in denen sich manche Szenen beliebig austauschen lassen, weil der Inhalt nahezu identisch ist. Oberyn: Nun mag mancher sagen, dass ich mich an Kleinigkeiten aufhänge. Das mag in Teilen stimmen. Doch zum einen sind es eben oft subtile Kleinigkeiten, die ASOIAF ausmachen, und zum anderen summieren sich diese "Kleinigkeiten" irgendwann auch mal. Ich will natürlich nicht verschweigen, dass es auch Charaktere gibt, die ich im Großen und Ganzen für gelungen oder in Ausnahmefällen sogar für besser als in der Vorlage selber halte (schließe mich da beispielsweise GRRMs Meinung zu Osha an). Doch auf jede Sache, die ich für gelungen halte, kommen eben wieder eine Menge Dinge, die ich für für nicht oder weniger gelungen halte. Die erstellte Aufzählung sollte nur einmal einen Eindruck vermitteln. Noch etwas Grundsätzliches zu der Serie: Vor allem der ersten Staffel merkt man das eingeschränkte Budget an, aber auch später geraten Szenen, in denen man eigentlich viele Menschen sehen soll, eher klein. Genauso lässt man die ein oder andere Schlacht aus. Das ist etwas, was ich grundsätzlich sogar verzeihen kann. Es ist trotz allem immer noch nur eine Fernsehserie. Ebenso ist ASOIAF in erster Linie nicht über gewaltige Schlachten definiert, sondern über menschliches Handeln und die Interaktion von Charakteren. Doch anstatt in der Serie komplexe Charaktere und Beziehungsgeflechte zu konstruieren (oder einfach nur aus den Büchern zu übernehmen), werden die meisten Charaktere systematisch vereinfacht und zumeist mit Klischees besetzt. Charakterentwicklung wird oft unterlassen oder gar ad absurdum geführt, was von vielen darauf zurückgeführt wird, dass man so wenig Sendezeit hat. Ist in meinen Augen aber einfach nur eine Frage von Prioritäten, schließlich bekommt man auch genügend (für die Handlung recht irrelevante) Sexszenen. Welche es natürlich auch öfter mal in den Büchern gibt. Es ist aber durchaus ein Unterschied, ob ich auf 20 von 1000 Seiten Sexszenen dargestellt bekomme oder in 40 von nicht einmal 600 kostbaren Minuten. Was die Mitwirkung von GRRM anbelangt, auf welche immer wieder verwiesen wird: Fakt ist: GRRM schreibt ein Drehbuch pro Folge. GRRM weist Benioff und Weiss darauf hin, wenn etwas Probleme bereiten kann. GRRM hätte in seinen Büchern im Nachhinein das Alter der Charaktere etwas angehoben. GRRM findet den Charakter der Osha in der Serie als so gut, dass es die einzige Sache sein wird, bei der er sich zukünftig bewusst der Serie annähern wird. Nun aber ein paar weitere Fakten: GRRM hat sämtliche Rechte abgetreten, nach seiner eigenen Aussage könnten die Macher UFOs durchs Bild jagen. GRRM war nicht zufrieden mit dem Talisa-Handlungsstrang und konnte nur durchsetzen, dass zumindest der Name geändert wird, wenn die Figur schon nichts mit der Vorlage zu tun hat. GRRM hat bei einigen Charakteren darauf hingewiesen, dass sie zukünftig noch eine Rolle zu spielen haben, dennoch wurden sie entweder vorzeitig getötet oder so rausgeschrieben, dass es kein Zurück gibt. GRRM hat bei der ein oder anderen Szene gesagt, dass diese nicht mit ihm abgesprochen gewesen sei, oder ohne weitere Meinungsäußerung (welche hinsichtlich der Serie sowieso recht spärlich sind - das mantrartige "Benioff und Weiss machen einen guten Job" mal nicht eingerechnet) auf den Butterflyeffect verwiesen. Alles in allem manifestiert sich der Eindruck, dass sein Einfluss weit überbewertet und sein Name von Benioff und Weiss benutzt wird, um Buchleser an die Serie zu binden, getreu dem Motto: Schaut her, sogar der Autor der Buchvorlage arbeitet an dem Projekt mit. Deshalb insgesamt mein Fazit zur Serie: Sie ist als Adaption misslungen, als Serie losgelöst von den Büchern immerhin ganz unterhaltsam, wenn auch zunehmend mit inhaltlichen Schwächen. Weiterhin ist sie bei genauem Hinsehen nicht so gut wie sie beworben wird, im Vergleich zu dem, was sonst so im Fernsehen läuft, natürlich bemerkenswert. Allerdings muss man sagen, dass es da keinen Konsens bei den Buchlesern gibt, was das anbelangt. Immerhin halte ich es aber für auffällig, dass nach den letzten Folgen bei erstaunlich vielen die "Serie ist Serie, Buch ist Buch"-Mentalität einen Riss bekommen hat und zumindest partiell auf Abstand gegangen wird. Ich habe grundsätzlich überhaupt kein Problem, wenn jemand die Serie zu 100% mag, fange aber dann an, dagegen zu argumentieren, wenn jemand meint, dass die Serie inhaltlich eigentlich genau wie die Bücher ist oder gar genauso gut. Dabei mag ich aber festhalten, dass ich weder über "Änderungen heule" noch ein "Hater" bin. Auch ich bin nur ein ganz normaler Leser/Gucker mit einer eigenen Meinung.
    3 Punkte
  18. Ich muß es einmal loswerden: Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Engelsgeduld die Pengelydh hier der Dreistigkeit einer Laufkundschaft begegnen, die das Forum als kostenlosen Dienstleistungsservice anzusehen scheint. Der Versuchung zu erliegen, die an Ignoranz grenzende Selbstverständlichkeit der Anfragen mit Copy-Paste Ohrfeigen abzustrafen wäre nur allzu nachvollziehbar. Um so bewundernswerter erscheint es mir, daß auf nahezu jeden arglosen Neuankömmling freundlich und individuëll eingegangen wird. Ich wäre sicher längst am Sisyphus´schen Charakter der Aufgabe verzweifelt. Dieses Forum schuldet Euch Dank für Euer ausdauerndes Engagement. Nelkhart
    3 Punkte
  19. Danke Beleg. Ich dachte schon, Ihr kommt nie auf die Idee, meinem Diskussionsstil einen eigenen Thread zu widmen. Das ist ja kein Zustand hier.
    3 Punkte
  20. Nelkharts Posts sind sicherlich keine leichte Kost, sie aber als unverständlich zu bezeichnen schießt meiner Meinung nach weit über das Ziel hinaus. Sie sind nicht annähernd so überladen mit Lehn-/Fremd- oder Fachwörtern wie darauf folgenden Posts und in der Regel gut zu verstehen, wenn man sie nicht überfliegt sondern tatsächlich liest und sich dabei ein wenig konzentriert. Man muss sich dafür wahrscheinlich ein wenig Zeit nehmen, aber das ist bei einer ernstgemeinten Diskussion ja wohl auch nicht zuviel verlangt. Ich persönlich musste nicht an einer Stelle in Nelkhards Post ein Wort nachgucken,allerdings kann es wohl durchaus sein, dass einigen Personen bestimmte Wörter als unverständlich aufstoßen. Bei den beiden anderen Post jedoch müsste ich eine Menge Wörter nachschlagen. Ich habe es nicht getan, weil ich von der offensichtlich beabsichtigten Unverständlichkeit der Posts genervt war. Die Posts erhalten dadurch keinen Mehrwert und auch keine präzisere Formulierung der Aussage. Außerdem findet man dort auch eine unglaublich unnötige Aneinanderreihung von Haupt- und Nebensätzen, (da gibt's auch ein Fachwort für... ) die das ganze noch unverständlicher und unübersichtlicher machen. Wozu? Das ist sinnlos und hat in einer Diskussion, in der man ernsthaft Meinungen austauschen und ins Gespräch kommen will nichts verloren. Eine problemlose Erfassung ist meiner Meinung nach in Nelkhards Posts durchaus noch gegeben, man muss aber konzentriert lesen. Die anderen Posts sind nur problemlos nicht zu verstehen. PS: Übrigens sind auch die meisten von Dr. Sheldon Coopers "wissentschaftlichen"(oder wie auch immer) Aussagen ziemlich banal und leicht verständlich, wenn man sich nur kurz die Grundaussagen der entsprechenden Bereiche der Physik durchliest. Man muss sie noch nicht einmal verstehen, sondern nur ihren Inhalt kennen, um beispielsweise die Banalität in der Szene, in der Sheldon in der Cheesecake factory kellnert und über das Verhalten von Elektronen in Kohlenstoff nachdenkt, zu erkennen. (Der Welle-Teilchen-Dualismus ist eine der wichtigsten und grundlegedsten Aussagen der Quantenphysik. Wenn sich also ein Quantenobjekt, wie z.B. das Elektron, durch Materie(der Kohlenstoff) wie eine Welle bewegt, dann ist man schön blöd, wenn man das als studierter Physiker nicht erkennt/weiß. Zurück in die 11. Klasse, Sheldon )
    3 Punkte
  21. Vorbildlich ausgearbeitet, raukothaur. Aber auch ziemlich brutal. Ich hoffe, sie hat sich an Deiner messerscharfen Analyse nicht verletzt. Die elbische Autopoiësis romantisiert die Systemtheorie, indem sie deren magischen Aspekt sichtbar macht: Die Personifizierung abstrakter Systeme als mystisch handelnde Akteure und die damit einhergehende Entrückung von der menschlichen „Umwelt“. Du bist exakt andersherum vorgegangen und hast das nebulöse Wirken der Weltpoësie im nüchternen Licht der Systemtheorie enthüllt. Es ist nicht schön, sie so entblößt zu sehen, aber ich begreife, daß es notwendig war. Jetzt können es alle sehen. Man muß kein Tolkien sein, um den Unterschied zu verstehen. Die weltpoëtische Autopoiësis wirkt auch jetzt in diesem Augenblick. Sie gibt den an ihrem eigenen Fachwissen verzweifelnden Hoch-Nerds die Hoffnung, daß es auch in dieser Welt einen Weg gibt, die Dinge auf elbische Art und Weise zu tun.
    3 Punkte
  22. Bilbos Abschiedslied (Übs. Ebba-Margareta von Freymann) Mein Tag ist um, es dunkelt schier, doch weite Reise liegt vor mir. Lebt, Freunde, wohl! Mich ruft das Schiff, es wartet zwischen Steg und Riff. Schaum ist weiß, die Woge grau, Himmel wölbt sich drüber blau. Flut rollt an, und Winde wehn, Wogen bleiben nimmer stehn. Freunde! Segel sind gesetzt, Haltetaue durchgewetzt. Vor mir liegen tiefe Schatten, jenseits aber grüne Matten. Hinterm Sonnenuntergang führt mein Weg mich strandentlang. Dann im Westen darf ich ruhn, brauche gar nichts mehr zu tun. Zu den Inseln in der Ferne leiten mich die hellen Sterne. Und ich weiß: Willkommen sei dort das Schiff, der Hafen frei. Schiff, bring mich nach Westen hin, wo auch ich gesegnet bin. Abendstern vor meinem Mast führt mich hin zu Ruh und Rast. Bilbos Abschied (Übs. Helmut W. Pesch) Der Tag vergeht, das Licht versiegt, doch lange Fahrt noch vor mir liegt. Lebt wohl, ihr Freunde! Es ist Zeit. Das Schiff am Kai, es steht bereit. Weiß die Gischt und grau das Meer; mein Weg führt nah der Sonne her. Salz die Gischt und frei der Wind; ich höre, wie das Meer erklingt. Lebt wohl, ihr Freunde! Ich muß gehn. Im Ostwind sich die Segel blähn. Schatten tief sich vor mir neigt, wo ewig sich der Himmel beugt, doch Inseln liegen hinterm Tag, die ich am Ende sichten mag, Land, vom West gen Westen zu, wo still die Nacht und tief die Ruh'. Geleitet von dem Einen Stern, der hinterm Deich erstrahlt so fern, such' ich den Hafen frei und hehr, den Strand am Sternerhellten Meer. Schiff, mein Schiff! Es zieht mich fort zum West, dem ewig seligen Ort. Leb wohl nun, Mittelerde mein! Ich seh' am Mast des Sternes Schein!
    3 Punkte
  23. Um dir, lieber Franz, weitere Peinlichkeiten in Form von ironischen Antworten zu ersparen, versuche ich einmal in klaren Worten zusammenzufassen, was bisher gesagt wurde: 1. Woher dein Text auch immer kommen mag, er hat nichts, aber auch GAR nichts mit Tolkiens Elbensprachen zu tun. 2. Diese Tatsache wurde dadurch zu paraphrasieren versucht, dass der Text den Oststämmen der Elben zugeschrieben wurde - schlicht deshalb, weil man über deren Sprache nichts weiß. 3. Einige herausstechende lateinische Elemente in deinem Text wurden kreativerweise mit einer möglichen Begegnung dieser Elben mit den Römern erklärt. 4. Die tolkienschen Elben sind nichts als ein literarisches Konstrukt. Auch wenn man an Elfen allgemein glaubt: Tolkiens Elben kann man nicht einfach damit gleichsetzen. 5. Entsprechend sind auch die Elbensprachen in Tolkiens literarischem Werk keine lebendigen Sprachen, die von einem existierenden Volk gesprochen werden, sondern eine Kreation des Sprachwissenschaftlers J. R. R. Tolkien. 6. Dieser Tatsache ist es wohl zu verdanken, dass du mit deiner Anfrage in diesem Forum nicht wirklich ernst genommen wirst. So leid es mir um deinen Text tut - und so leid es mir um den Spaß tut, den ich dem Forum hiermit verderbe (zugegeben, ich musste auch mehrfach laut lachen) - hier wird dir niemand helfen können.
    3 Punkte
  24. intresse kannste dir ins popöchen schieben komm oder komm nicht.
    3 Punkte
  25. Weil ichs mir nicht verkneifen kann. Einen Grund gibt es doch: Wir sind alle Pilger auf dem Pfad der Liebe - der Weg ist das Ziel
    3 Punkte
  26. Mit einem Lächeln nimmt Waenhil die Hand Nalas, die sich warm um seine schließt. Riecht noch stärker ihren Duft, als sich die Strähne für einen kurzen Moment an seine Wange schmiegt. Für einen kurzen Augenblick versinkt der Schmied ganz in dem Moment, als könnte er ihn festhalten, bevor ihn Ciradans Lachen und der starke Griff seiner Hand zurück in die Gegenwart holt. Immer noch verwirrt von der Situation und mit seinen Gedanken bei Nala läßt sich der Schmied die Schüssel mit dem herrlich riechenden Abendessen in die Hand drücken. Gedanklich ganz wo anders ist das Gespräch zwischen ihm und dem Dunadan eher einseitig und er hört Ciradan nur mit einem halben Ohr zu. Dann geht alles plötzlich sehr schnell und der Schmied ist umso verwirrter, als plötzlich ein Tier zum Lagerfeuer huscht, Ciradans essen klaut, anschließend Eofor ausrastet und auch noch Fosco in den Wald verschwindet. Er überlegt für einen kurzen Augenblick ob er dem Halbling nachlaufen soll, allerdings hallen die Worte Eofors immer noch in seinem Ohr und lassen ihn an der Stelle erstarren. Ungläubig beobachtet er die Geschwister - die sich ein wenig vom Lagerfeuer entfernt hatten - und auch Ciradan, der den Beiden nachgeeilt ist. Eofor wollte die Gruppe verlassen? Und seine Schwester mitnehmen? Waenhil wollte nicht wahrhaben, was der Rohir soeben gesagt hatte. Der Schmied hofft, dass Eofor das alles nur im Zuge seines Ärgers gesagt hatte, doch die flüchtigen Blicke die Nala immer wieder in Richtung des Feuers wirft sprechen Bände. Ein Anflug von Ärger steigt in dem Schmied hoch als er erkennt, dass Eofor die Wahrheit erzählt. Ihre Reise war gefährlich, und das Misstrauen in der Gruppe würde ihnen ihren Auftrag nicht erleichtern. Vor allem Ciradan, der sehr unbedacht handelt scheint die Gruppe zu spalten. Er handelt oft vorschnell und unbedacht und sie hatten Glück, dass er sie noch nicht in ernste Gefahr gebracht hatte. Da halfen auch nicht die wenigen Momente, in denen der Dunadan zeigte, dass er etwas von seinem Handwerk verstand und nicht den Geist eines halbwüchsigen besaß.
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  27. Und was gabs heute so neues im Gasth ... aaahhhhhhh All hope abandon ye who enter here ...
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  28. Der Geruch des Eintopfs lockt Waenhil schließlich auch in das Haus. Als Ciradan sein Anliegen vorbringt lauscht Waenhil aufmerksam den Worten des Spähers. Der Schmied versteht durchaus, warum der Dunadan den Wunsch einer zweiten Hand äußert, warum er allerdings ihn frägt ist ihm ein Rätsel. Nicht jeder Schmied konnte ohne Probleme eine Prothese erstellen, das musste dem Späher doch klar sein? Eine komplizierte Arbeit, die jede Menge Fachwissen verlangt, welches Waenhil bisher nicht erlangen konnte. "Ich denke nicht, dass ein Schmied dafüber erfreut ist, wenn jemand Fremdes seinen Arbeitsplatz benutzen will" antwortet Waenhil schließlich. Er ist dann doch ein wenig unsicher, als Ciradan während seinen Ausführungen plötzlich anfängt zu kichern. Nahm er sein Anliegen etwas selber nicht ernst? Stirnrunzelnd fügt er hinzu "Zudem bin ich kein gelernter Prothesenschmied. Es wäre besser, wenn du dich an einen Experten wendest".
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  29. Ich finds eigentlich nett, dass auch immer wieder Außenstehende was in die Threads hier schreiben (auch wenn sie zu feige sind selber mitzuschreiben ) Zeigt doch zumindest, dass wir eine interessante, lustige, was auch immer Reise erleben.
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  30. Wie in der Teilnehmerliste ersichtlich haben sich in der Zwischenzeit die notwendigen 10 Leute zusammengefunden: das FT 2013 findet also statt. Weitere Anmeldungen sind natürlich gerne gesehen!
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  31. Gerade noch eher grummlig und in sehnsüchtigen Gedanken an ein weiches Bett versunken, ist Nala auf einmal schlagartig wach. Waenhil wünscht ihr auf so unerwartet überschwengliche Freude einen guten Morgen, das sie zunächst nicht sicher ist, ob sie noch träumt. Und als er ihr dann noch einen Kuss auf die Wange gibt, da sieht sie ihn ganz verdattert an. Sie ist nur froh, das ihr Bruder gerade im Wald verschwunden ist, dieser Zwischenfall hätte ihn sicher zu weiteren amorösen Verdächtigungen angeregt. Etwas verlegen und auch ein bisschen ratlos was sie in dieser Situation machen soll meint sie, nachdem sie sich geräuspert hatte eher trocken "Ich finde du solltest öfter die letzte Wache übernehmen..." Etwas schüchtern sieht sie sich um wer diesen Zwischenfall noch mitbekommen hat. In ihrem Inneren spielen die Gefühle verrückt, warum ist Waenhil so gut gelaunt, so vertraut und so direkt? Will er dem Fremden in der Gruppe gleich zeigen, dass sie selbst als vollständiges Mitglied der Gruppe akzeptiert wird? Will er ihren Bruder ärgern oder sie selbst herausfordern. Geistesabwesend nimmt sie einen Schluck ihres Tees und verzieht dann den Mund, er ist wirklich stark und ein wenig bitter.
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  32. Freudig springt Waenhil auf, als er Nala erblickt. Er macht ein paar Schritte auf sie zu und nimmt sie Freundschaftlich in den Arm. "Schön, dass du wieder da bist" strahlt er sie an und drückt ihr einen dicken Knutscher auf die Wange, während er ihr aufmerksam zu schaut wie sie den Tee zubereitet.
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  33. Eofor hatte den Tag sehr ruhig verbracht, er war nie ein Mann vieler Worte gewesen. Sich schweigend mitzuteilen und viele Stunden in Stille zu verbringen war nun einmal das Geschäft eines Spähers. Die letzten Tage hatten ihn mitgenommen und körperlich erschöpft. Aber mehr noch lasteten dunkle Gedanken auf seinem Gemüt. Schon seit ihrer frühesten Kindheit, hatte er es immer als seine Pflicht angesehen seine Schwester zu beschützen, sie aus Ärger herauszuhalten oder wenn ihm dies nicht gelang zumindest die Konsequenzen zu mildern. Und nun hatte er sie in solche Gefahr gebracht. Sie war schon immer ein solcher Sturkopf gewesen und hatte sich nie an Verbote und Regeln gehalten. Er hatte gedacht solange sie wenigstens in seiner Nähe blieb, könnte er ein Auge auf sie haben. Und nun waren sie so fern der Heimat und jeder Tag schien neue Herausforderungen und Gefahren zu bringen. Wütend öffneten und schlossen sich seine Hände um die Waffe in seiner Hand. Eigentlich sollte der vertraute Griff und das bekannte Gewicht ihn beruhigen, doch der hartnäckige Gedanke gestern versagt zu haben, ließ sich nicht abschütteln. Er hätte sie beschützen müssen, hätte nie zulassen dürfen, dass sie in eine solche Situation kamen. Verbissen hatte er mit den Angreifern gerungen, doch deren Kraft und brutalen Angriffe hatten ihn überrascht. Zu Pferde hätte er ihre Leiber einfach mit seinem Hengst niedergeworfen, doch in einem engen Wald konnte er sein Geschick auf dem Schlachtross nicht ausspielen. Er war nur froh, dass alles so gut ausgegangen war. Ja sie hatten Verluste, doch keiner der Gefährten war gefallen und es die Wunden schlossen sich schnell. Jetzt beobachtete er Nala wie sie fröhlich und mit dem Gemüt eines unbesorgten Kindes auf einem Schlachtfeld Wäsche wusch und dabei lachte. Er schüttelte den Kopf, nur sie konnte so sein. Kein anderes Mädchen das er kannte war wie sie. Alle dachten an schöne Kleider, einen Ehemann und Kinder. Als er jünger war hatte ihn deren Gekicher nur gestört, später hatte er versucht der Grund für das erröten der jungen Dinger zu sein. Nala hatte sich für den Wald, Pferde und Waffen interessiert. Immer war sie ausgerissen und während er sie suchte, schärften sich seine Fähigkeiten als Späher. Und wie oft hatte sie sie beide in Ärger gebracht! Er musste grinsen als er daran dachte, wie sie die Hühner des Nachbarn mit Färberwolle bunt gemacht hatte und die Alte gekeift hatte wie ein Rohrspatz. Viele hatten gesagt er sei mit seiner Schwester gestraft, doch er konnte sich kein anderes Leben vorstellen oder wünschen. Nachdem er sich ausgeruht, sein Tier versorgt und seine Ausrüstung gepflegt hatte, war er bei Gror gesessen und hatte ihm bei der Reparatur seines Kettenhemdes zugesehen. Eine faszinierende, aber sehr aufwendige Arbeit. Erst spät kommen Nala und der Schmied aus dem Wald und Eofors Augen verengen sich. Sie scheinen auffallend vertraut miteinander zu sein. Neugierig musstert er die Beiden wie sie lachend über die Lichtung schlendern. Beide waren lang weg, ihre Haare sind durcheinander, ihre Röcke gerafft und ihre Wangen rot. Was bei der goldenen Halle war da im Wald geschehen? Sie würde doch nicht? Und dieser Schmied, Waenhil, er würde es doch nicht wagen? Ruckartig erhebt sich der Rohirim der aufgrund seiner Verletztung nicht ganz so geschmeidig und wendig ist wie gewohnt. „Nala, Schwesterherz, kann ich dich mal kurz sprechen?“ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mit den Fingern fährt sich Nala durch die zerzausten Haare und überlegt wohin sie ihren Kamm gelegt hat, als sie ihren Bruder auf sich zukommen sieht. Sein Gesichtsausdruck und vor allem der Ausdruck „Schwesterherz“ verraten ihr sofort das Ärger im Anmarsch ist. So nannte er sie eigentlich nur bei seinen Standpauken. Sie erinnerte sich genau wie er dann die Hände in die Hüften stemmte und versuchte ernst drein zu blicken. Nicht immer gelang es ihm. Wie damals als sie dem allseits unbeliebten Stallmeister einen Streich gespielt hatte. Als der Sohn des hohen Herrs ausreiten wollte, hatte sie anstatt der feurigen Stute, den alten grauen Esel mit dem edlen Zaumzeug behängt und aus dem Stall laufen lassen. Der Stallmeister war unglaublich wütend geworden und sie hatten Wetten abgeschlossen ob sein roter Kopf platzen würde. Das halbe Dorf hatte gelacht, auch der Sohn des Herren und Eofor heimlich ebenfalls. Nun sah er sie wieder so an, dunkle Augen und verkniffene Lippen und sie fragte sich was sie heute verbrochen haben sollte? Hatte sie seine Socken zu heiß gewaschen? Doch als er sie dann am Rande der Lichtung mit leiser Stimme zu ihrem Aufenthalt im Wald befragte sah sie ihn völlig verwirrt an. „Was willst du damit sagen? Ich war am Fluss und…warte du denkst doch nicht, Eofor!“ Das letzte Wort klang eher wie eine Anklage und nun war Sie es die die Hände in die Hüften stemmte und ein bisschen wie eine wütende Ehefrau aussah. „Seit Wochen schlagen wir uns nun allein durch, schlafen in improvisierten Lagern, in schlechten Hütten und billigen Gaststätten, ziehen durch gefährliche Gegenden und bekämpfen ORKs und plötzlich machst du dir sorgen um meine Ehre als Weib?“ fragte sie ihn mit einem Ton als wäre er verrückt. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Und da war sie wieder, seine sture und starrköpfige Schwester die sich wegen allem mit ihm streiten konnte. Sie ließ ihn kaum ausreden und schimpfte schon drauf los wie sie es schon als Kind getan hatte, wenn man ihr sagte sie dürfe etwas nicht tun. Eofor verschränkte die Arme vor der Brust, er war ihr großer Bruder, ihr Vorgesetzter und verdammt nochmal der einzige männliche Vertreter ihrer Familie der gerade anwesend war. Wie sollte er seiner Mutter jemals wieder unter die Augen treten, wenn Nala ihre Jungfräulichkeit irgendwo in einem Wald an einen beinahe Fremden verlor. Eofor wurde bleich bei dem Gedanken seine hochschwangere Schwester nach Hause zu bringen. Nein dies würde er sofort unterbinden, soweit würde es nicht kommen. „Ich weiß du bist nicht wie andere Frauen, die stricken und Kinder wickeln, doch deine Ehre sollte dir im Namen deiner Familie schon etwas wert sein! Du bist keine Elbin die halb nackt durch die Wälder springt und tanzt. Du bist eine Schildmaid Rohans, vor der ein schwerer und ernster Pfad liegt. Ich verbiete dir weiterhin solchen Unsinn im Wald zu treiben und jetzt käm dein Haar und trag deinen Rock anständig“ sagte er mit fester Stimme. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ „Wie eine nackte Elbin?“ wiederholte Nala völlig ungläubig seine Aussage und sie sah drein, als würde sie ernsthaft an seiner geistigen Gesundheit zweifeln. „Hast du vielleicht einen Schlag auf den Kopf erhalten gestern?“ fragte sie und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust! Die beiden standen sich wie Streithähne gegenüber, doch das geübte Auge sah, dass sie solche Situationen schon sehr oft erlebt haben mussten. „Ich habe im Wald nichts getan und du verhälst dich wie ein dummer Esel!“ meinte sie und dachte an die Gelegenheiten wenn er ebenfalls den großen Bruder raus gekehrt hatte, sobald sich nur irgendein Kerl für sie interessiert hatte. Nicht das sie jemals selbst Interesse gezeigt hatte. „Außerdem was weißt du denn schon von meiner Ehre, vielleicht habe ich sie ja schon ‚verschenkt‘ zum Beispiel an Rodgar!“ sagte sie patzig weil sie wusste wie wenig Eofor Rodgar ausstehen konnte! ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ „Rodgar? Dieser Rüpel, was war mit Rodgar? Hat er dich angefasst?“ donnerte Eofor und lief seiner Schwester nach die mit erhobenem Haupt weiter weg vom Lagerfeuer ging. Erst als sie ihm mehrfach versicherte, dass sie Rodgar nie nahe gekommen war, außer das eine Mal als sie ihm Disteln in das Bett gelegt hatten, beruhigte er sich. Ihr dummer Streit war auch schneller vorbei als er begonnen hatte und einige Minuten später saßen sie einträchtig am Feuer und Schnitten das Fleisch des Rehs, das nicht gleich gegessen werden konnte, in dünne Streifen um es zu trocknen. „Wir werden euch weiterhin begleiten“ versichert er dann seinen Gefährten, als die Frage aufkommt, was die nächsten Tage geschehen soll.
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  34. Nun, vor Jahren habe ich angefangen ein Buch zu schreiben und dieses soll in diesem Jahr noch an den Start gehen. Und die Geschichte spielt in einer komplett neu erdachten Welt und somit dachte ich mir, warum ich dazu nicht einfach noch nebenher ein Rollenspiel-Regelwerk basteln sollte? Ich stell mir das echt toll vor, in meiner Welt ein P&P zu spielen ^^ Aber das Rollenspiel wird noch lange Zeit benötigen. Das Buch und die Folgeteile sind allerdings schon in Arbeit.
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  35. Aus aktuellem Anlass ein Klassiker: "Ich will ja nicht sagen, dass es im meiner Wohnung heiß ist, aber es kamen gerade 2 Hobbits vorbei und haben einen Ring reingeworfen" ?☀️☀️☀️☀️☀️☀️☀️??
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  36. Ich habe ganz ernsthaft versucht, den englischen Text - auch gedanklich - in gutes Deutsch zu bringen. Ich selber bin ja kein Tauriel-Fan. Ich bin aber ganz entschieden der Meinung, dass man andere Menschen nicht als "fake" und "untrue" bezeichnen darf, wenn sie Tolkiens Werk in Verfilmungen mit neuen Charakteren akzeptieren. "Untrue", auf einen Menschen angewandt, heißt, er sei "falsch". Also ein falscher Hund. "to fake" heißt so was Ähnliches wie "heucheln". Also sei man ein falsches und heuchlerisches Wesen, wenn man neue Figuren in Verfilmungen akzeptiert. Ich schreibe das darum so, weil diese Sprache ja von einem gewissen Staatsoberhaupt so gerne benutzt wird, um Andersdenkende in den Boden zu stampfen. Begründet wird es auch da nicht. Hauptsache, der andere wird im Kern kaputt gemacht. Und dieses "Vorbild" wird gerne nachgeahmt.
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  37. Fëanor als magisch-genetischen Unfall zu bezeichnen, ist zwar dreist, aber nicht unbedingt falsch. Unglücklicher Weise macht Deine Auslegung aber nun den ohnehin in Anführungszeichen gesetzten Begriff für die Diskussion völlig unfruchtbar: Irdische (oder besser christliche) Sexualmoral ist im Spannungsfeld zwischen Triebbefriedigung und deren ungewollten Konsequenzen angesiedelt. Mein Einwand zielte darauf ab, daß Elben unfähig sind, durch ungewollte Schwangerschaft Schande auf sich zu ziehen, weil sie dem biologischen Fortpflanzungsmechanismus deutlich weniger ausgeliefert sind als wir. Dadurch verliert das Thema Sex seine ethische Relevanz: Ohne Trieb besteht kein (oder weit weniger) Regulierungsbedarf, was wiederum die gesamte Dimension der Überwachung von Keuschheit und die Ahndung von Normverletzungen überflüssig macht. Oder anders ausgedrückt: Ohne Versuchung gibt es keine Sünde. Die Gefahr, versehentlich Übermenschen zu gebären, ist wiederum unserer Alltagserfahrung gänzlich fremd und in der Regel sanktionsfrei. Die Wiederkehr der Silmaril in den Ringen der Macht zu sehen, bedarf übrigens nicht so übermäßig viel Phantasie, wie man meinen könnte. Die Parallelen sind ganz offensichtlich: Die heiligen Juwelen wurden am Ende des ersten Zeitalters den Elementen zugeordnet: Einen Silmaril platzierte Tolkien am Himmel, einen im Meer und einer fiel tief ins Erdinnere. Später folgten die drei Elbenringe diesem Muster: Vilya stand für die Luft, Nenya für Wasser und Narya für das Feuer. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich herausstellte, daß Celebrimbor dieses Prinzip seiner Arbeit zugrunde gelegt hat, um Manwë, Ulmo und Aulë zu ehren.
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  38. Ents und Drachen wissen nicht, wo sie die Halblinge einordnen sollen, aber ausgerechnet der Ring soll Ethnologie studiert haben? Selbst wenn der Ring über ein Gedächtnis verfügen würde, das die Begegnung mit Smeagol und Deagol als unproduktiv abpeichern könnte, handelt er beim Ringfund unter den Hithaiglin seiner „Programmierung“ entsprechend. Ich halte die kognitiven Fähigkeiten, die dem Ring hier zugetraut werden für maßlos überschätzt. Der wollte einfach nur weg von Gollum. Buch und Film geben das weitgehend deckungsgleich wieder. Schreibt man dem Ring zu viel Intelligenz und Charakter zu, entmystifiziert man ihn. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie der sich durch all die Jahrhunderte in Gollums Besitz oder im Flußschlamm gelangweilt hat. Ob er Selbstgespräche geführt oder Solitaire gespielt hat interessiert mich nicht. Attestiert man ihm bewußte Wünsche und Hoffnungen (z.B. die, Gollum zu verlassen) nimmt man ihm dadurch sein diabolisches Mysterium. Der Ring folgt meiner Meinung nach nur den blinden Instinkten, die Sauron ihm eingepflanzt hat und den subjektiven Fundwillen, den Gandalf ihm zuschreibt, verwendet der Ithron nur als Metapher, um Frodo den Ernst der Lage klar zu machen.
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  39. Die unorthodoxe Schreibweise macht es schwer, hier ein elbisches Idiom zu identifizieren. Sie haben möglicher Weise Kontakt zu einem der Oststämme der Orocarni, die offenbar mit ein paar Pilgern aus Latium in Berührung kamen. Die phonetische Entwicklung des Palisorin ist leider kaum nachvollziehbar.
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  40. Es gibt tatsächlich ein Sekundärwerk, das sich mit deiner Thematik befasst: "Der Herr der Ringe und die Philosophie" von Gregory Bassham und Eric Brinson, erschienen bei Klett-Cotta. Zumindest zwei Aufsätze in diesem Buch beschäftigen sich mit Tolkien und Nietzsche. Leider habe ich beide nicht gelesen und kann dir nichts über deren Qualität sagen. Wenn du englische Literatur nicht scheust, wirst du im "J.R.R. Tolkien Companion and Guide. Reader's Guide" von Hammond / Scull sicher einige Stichpunkte finden, die dir allgemein weiterhelfen (z.B. den Artikel "Power", der dir einen Überblick von "Macht" in Tolkiens Werk bietet). Zum Einen Ring allgemein würde ich wohl erst einmal in Tolkiens "Briefen" wühlen, da steht sicher das ein oder andere drin. Ich meine mich zu erinnern, dass Tom Shippey in seinen Büchern "J.R.R. Tolkien: Autor des Jahrhunderts" und "Der Weg nach Mittelerde" den Ring auch thematisiert hat. Ein Buch oder Aufsatz speziell zum Einen Ring will mir gerade nicht einfallen...
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  41. Ich jetzt schon und ich bin mir nicht sicher, ob ich mich zu kommen traue ob der Gefahr deiner Gewalttätigen homophobie zum Opfer zu fallen ;)
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  42. Nachdem er alle zum Essen gerufen hat, geht Fosco zu seinem Gepäck und holt das Geschirr hervor. Leichtfüßig und voller Vorfreude auf das gute Mahl kehrt der Hobbit zurück zum Feuer. Mit knurrendem Magen, der sich darauf freut, gefüllt zu werden, nimmt sich der Hobbit von Kaninchen und Eintopf. Während des Essens redet er nicht viel; er ist zu sehr damit beschäftigt, das Kaninchen und den Eintopf zu genießen. Er hätte nicht gedacht, dass es auf Reisen eine so vorzügliche und vollwertige Mahlzeit geben könnte. Wenn man einmal von den Gliederschmerzen absah, war reisen gar nicht so schlecht, wie er immer geglaubt hatte. Plötzlich verändert sich die eben noch fröhliche Stimmung am Lager, als Eofor unvermittelt einen Wutanfall bekommt. Reglos, mit der fast geleerten Schale in der Hand, sieht Fosco abwechselnd zu Eofor und Ciradan. Ihn überrascht der Wutanfall des Rohir. Auch wenn sie noch nicht viele Worte miteinander gewechselt hatten, oder vielleicht gerade deswegen, hielt Fosco ihn für ruhig und beherrscht. Was war passiert? Gebannt hört Fosco sowohl Eofors Tirade als auch Ciradans Antwort. Wenn es stimmt was Eofor da sagt, scheinen die Gruppe mit dem Halbdunadan schon einiges erlebt zu haben. Als Eofor fortfährt, erstarrt er. Eine feine Reisegruppe, die nur von Konflikt zu Konflikt stolpert und in der keiner dem anderen traut? Leben riskieren? Plötzlich springt ein junger Fuchs aus einem Gebüsch und springt Ciradan an, der direkt daneben steht. Doch dieser Fuchs zerkratzt ihm nicht das Gesicht, sondern klaut ihm nur geschickt ein Stück Kaninchen. Als er blitzschnell durch seine Beine rennt, lässt Fosco vor Schreck seine Schale fallen. Dann verschwindet der Fuchs genauso schnell wie er gekommen ist wieder im Gebüsch. Doch all das nimmt der Hobbit nur schemenhaft wahr. Er ist noch viel zu sehr mit dem beschäfigt, was Eofor gesagt hat. Dann antwortet Ciradan. Fosco ist viel zu perplex, um wegzuhören, auch wenn er es gerne getan hätte. Er selbst scheint sich nicht als Teil der Gruppe zu sehen. Und wenn er sich nicht als solches ansah, wie hielten es die anderen? Und was in Kuckucks Namen erzählt er da von einem Kettenhemd? Was für ein Kettenhemd? Er dachte, die Gruppe würde bloß Nala und Eofor nach Hause begleiten? Dann stürmt Eofor davon, Nala hinterher, und Ciradan folgt. Doch auch das interessiert den Hobbit nicht mehr. Er bekommt Angst. In was war er da hineingeraten? Waren seine Reisegefährten nicht das, was sie zu sein vorgaben? Was führt sie wirklich in den Süden? Wie hatte er sich nur darauf einlassen können, mit dieser seltsamen, ihm widlfremden Gruppe mitzugehen? Die Zeiten waren gefährlich, wenn man den Geschichten glauben durfte. War er lebensmüde? Was hat er sich dabei gedacht? Panik überkommt ihn. Er möchte weg, einfach kurz weg von der Gruppe. Er muss den Schock erstmal verdauen. Fosco lässt seine Schüssel einfach auf den Boden fallen und rennt weg, irgendwo hin. Nach wenigen Minuten ist er außer Atem. Er setzt sich ins Gras und während er wieder Atem schöpft denkt er darüber nach, was er tun soll. Soll er die Gruppe verlassen? Wieder zurückgehen, dahin, wo er hergekommen ist und wo er hingehört? Der Wirt wird ihm das Leben zur Hölle machen, das weiß er, aber war das nicht eine gute Alternative zu einer gefährlichen Reiseunternehmung? Immerhin würde er im Gasthaus sicher sein. Oder übertreibt er? Hat er aus dem Wortgefecht vielleicht einfach nur das herausgehört, was er unterbewusst all die Zeit gefürchtet hat? Wahrscheinlich hat er soeben einfach überreagiert. Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird, und Eofor und Ciradan haben sich in Rage geredet, und am Ende war kaum noch ein Fünkchen Wahrheit in ihren Reden enthalten? Das hält Fosco für das wahrscheinlichste. Oder war es nur das, was er sich erhofft? Er hat die Truppe in der kurzen Zeit, in der sie sich kannten, lieb gewonnen. Ja, das war es wahrscheinlich. Eofor und Ciradan haben überreagiert, und dann hat auch Fosco stärker reagiert als angemessen gewesen wäre. Andererseits war da noch dieses Kettenhemd, von dem Ciradan gesprochen hat. Was hatte es damit auf sich? Warum war ein Kettenhemd so wichtig, dass es in einem Wortgefecht zur Sprache kommt? Und was meinte er mit „beschützen“? Warum sollte man ein Kettenhemd beschützen? Angespannt und verzweifelt denkt Fosco über die Situation nach. Was war zu tun? Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Fosco völlig auf sich allein gestellt.
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  43. Eofors war die letzten Tage sehr ruhig gewesen, seine Wunden heilten und er konzentrierte sich immer auf die vor ihm liegende Aufgabe. Da er selbst sehr wenig sprach, konnte er den Rest der Gruppe dafür umso besser beobachten. Er sah die Annäherungsversuche von Ciradan, die eher unbeantwortet blieben und er bemerkte auch die Vernarrtheit seiner Schwester in den Schmied. Er hielt nicht viel davon, zwar war Waenhil ein aufrechter Mann und als Schmied ging er einem angesehenem Handwerk nach. Doch diese Romanze konnte nur in einer Katastrophe enden, spätestens wenn sie sich von der Gruppe lösten um nach Hause zurück zu kehren, würde es gebrochene Herzen und viele Tränen geben. Waenhil würde weiterziehen und seine Schwester sich noch mehr grämen in ihr altes Leben zurück zu kehren. Immer wieder dachte er über dieses Problem nach und hatte sich entschlossen, sich so früh von den anderen zu trennen wie nur irgendwie möglich war. Er rieb sich über den Nacken und sah mürrisch aus. Sie hatten bereits die Bezahlung zur Ablieferung des Kettenhemdes angenommen, aber er würde diese auch wieder zurückgeben. Aber konnten sie sich ganz ohne Geld bis nach Hause durchschlagen? Auch anderes beobachtete der aufmerksame Mann, Spannungen in der Gruppe, wie sich Mimik und Verhalten einzelner Gruppenmitglieder änderten. Immer wieder kam es zu angespannten Situationen und unfreundlichen Wortwechseln. Zunächst hatte er gehofft alles würde sich von selbst lösen, sobald sich alle besser kannten, doch die Konflikte wurden nicht besser. Sollte sich dies weiter verschlechtern, sah er wenig Chancen die Mission zu einem guten Ende zu bringen. Und er selbst? All die Zeit hatte er sich mit niemandem hier angefreundet, vielleicht hatte er gedacht es wäre sowieso nur von kurzer Dauer? Er hatte immer nur das nötigste gesprochen, das was bei der täglichen Reise anfiel. Niemanden hatte er nach seinem Leben, seinen Erfahrungen oder Wünschen gefragt. Er war auf Distanz geblieben auch wenn ihn Respekt und gegenseitige Akzeptanz mit den meisten Mitgliedern der Gruppe verband, so würde er doch niemanden von ihnen zu seiner Hochzeit einladen. Er seufzte tief, wer von ihnen würde auch je kommen? Sie waren alle so unterschiedlich, einer vom edlen Volke der älter war, als er sich selbst auch nur vorstellen konnte. Die meisten hatten schon viel mehr gesehen, viel mehr erlebt und viel mehr gelernt als er es jemals könnte. Es war eine Kluft zwischen ihnen, die nicht überbrückt werden konnte. Und dann war da noch Ciradan. Er war…ein Problem. Eofor glaubte kaum die Hälfte dessen, was er über sein Leben und vor allem seine Taten berichtet hatte. Für einen Mann der so viel mit dem Ernst des Lebens konfrontiert worden war, verhielt er sich einfach zu sehr wie ein unreifer Bengel. Eofor schüttelte den Kopf, er sollte sich nicht so viele Gedanken machen. Mit mürrischem Blick aber einem warmen Magen mit einer anständigen Mahlzeit stand er ruhig am Feuer und hing seinen Überlegungen nach, als Ciradan ihn aus seinen Gedanken riss. Einen Moment sah er den jungen Mann nur verständnislos an, doch dann verdunkelte sich sein Gesicht und seine Halsschlagader begann gefährlich zu pochen. „Was sagst du mir Junge?“ fragte er mit einem dunklen Ton in der Stimme. „Bist kaum ein paar Tage bei der Gruppe und gibst schon Befehle wie ein Anführer? Ich weiß wirklich nicht wer du bist oder was du hier versuchst darzustellen, aber mit mir nicht!“ Er war wütend, er hatte sich oft still geärgert, hatte Warnzeichen in der Gruppe gesehen und nun war es einfach mal genug. „Wenn du dich gerade nicht wie ein übereifriges Fohlen benimmst, das kopflos irgendwohin stürmt, wirst du beleidigend, arrogant oder benimmst dich wie ein brünftiger Eber!“ Er hatte sich zu dem jungen Mann gedreht, der wie alle anderen auch überrascht von seinem plötzlichen Ausbruch sein musste. „Als Späher solltest du andere beobachten, aber entweder du bist blind oder deine Geschichte ist gelogen. Jeder einzelne der hier anwesenden hat dir mehrmals direkt oder indirekt deine Fehlverhalten aufgezeigt und dich mal freundlich und mal harsch um Änderung angehalten, doch du scheinst nichts zu lernen. Du nervst ubnd bevormundest die, die dich etwas lehren könnten, behandelst die schlecht die sich mit dir anfreunden möchten, nimmst denen das Wort die dir etwas sagen möchten und bedrängst jene die einfach etwas Freiraum für sich brauchen“ sagte er laut, dann wandte er sich an den Rest der Gruppe. „Eine feine Reisegruppe sind wir, die wir von einem Konflikt in den nächsten stolpern und keiner dem anderen zu vertrauen scheint. Die Reise wird nur noch gefährlicher werden und ich riskiere nicht mein Leben und das meiner Schwester, nur weil wir uns untereinander uneins sind!“ er unterstrich dieses Wort mit einer harschen Geste, warf seine Schüssel auf den Boden. Gerade in diesem Moment kam der Fuchs vorbei, doch nachdem er schnell wieder verschwand, bestand für Eofor kein Grund noch länger zu bleiben und so stapfte er wütend Richtung Wald. Nala die völlig überrascht worden war, setzte ihm nach um mit ihm zu sprechen. Sie hatten sich ein gutes Stück entfernt und redeten, ruhig aber schnell miteinander. Mehrmals warf Nala einen Blick zurück zu Feuer und ihr Blick schien voller Trauer und Verzweiflung.
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  44. Der Khazad ist froh, als Fosco die weitere Zubereitung des Kaninchens übernimmt. Er ist kein guter Koch. Er kann es um sich zu ernähren, und es schmeckt auch ganz gut, wie ihm schon versichert wurde. Aber Gror traut dem Hobbit da deutlich mehr zu. Gror macht es sich ein bißchen gemütlicher. Sein Schlafplatz ist gerichtet, und fürs erste auch genug Feuerholz da. Er würde nach seiner Wache vor Einbruch der Dunkelheit vielleicht noch mal Holz sammeln gehen müssen. An den Schmied gerichtet, meint er: "Gerne sage ich dir Bescheid mein Freund, wenn meine Wache um ist." Dann macht ihn das Gejammere Ciradans auf aufmerksam. Gror fragt sich nicht zum ersten Mal, wie dieser Weichling die jahrelange Gefangenschaft bei den Orks überleben konnte. Laut meint er: "Junge hör auf zu jammern. Wenn du willst das sie dich anfaßt, sag es einfach." Gror schüttelt den Kopf. "So schlimm ist das nicht Ciradan. Deine Wunden sind doch längst versorgt."
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  45. Eigentlich finde ich, ist der Titelverteidiger der nicht kommt, verpflichtet die Alkoholrechnung des Forumstreffens zu übernehmen, quasi als Ausgleich für den entgangenen Spaß...
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  46. mich ärgern oder nerven ? Schwierig ! Aber keine sorge ich hau dir einfach eine rein falls du es schaffst versprochen.
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  47. ich frage mich generell wie ich zu den punkten komme ,,, scheinbar hab ich nen groopie,,, oder 2 ,,, Jo ei Lehrerin und Verheiratet ! Wie kann man sowas mögen :-P
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  48. so nachdem ich gestern meine prüfung als stablerfahrer bestanden habe, kann und will ich euch den Lehrfilm den wir vorgestern geniessen durften nicht vorenthalten ! Aber Vorsicht nix Für Kinder ! http://www.youtube.com/watch?v=OG8OBDP-6lc
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  49. hallo zusammen danke für das viele feedback. ist etwas unerwartet das forum war jetzt lange jahre eher verspielt. nehme an gumble meint das mit 'bunt'. wer neugierig ist findet in der alten galerie http://galerie.tolkienforum.ch/v/tolkienforumbilder die screenshots der bisherigen designs (lade noch das von gestern hoch). klar werden wir hier und dort noch ein paar dinge ändern. aber einen neuen umwurf würde ich nicht erwarten. ich nehme aber gerne vorschläge entgegen für hintergrundfarben oder musterungen (darf im photoshop an einem scrennshot dargestellt sein oder sonstwie) oder icons. es ist immer ein wenig ein timing problem. wenn man neue designs macht findet sich grad keiner. und ich tendiere zu schlichteren layouts ich denke auch der kontrast beim lesen sollte nicht stark anders sein als früher. ist ja nicht schwarz auf weiss sondern schwarz auf ner art braun. die art braun ist aus dem muster vom vorherigen layout. wie eigentlich die meisten farbtöne aus dem alten forum kommen. ich hatte gehofft der übergang ist daher fliessend(er) per se denke ich text ohne muster im hintergrund müsste besser lesbar sein. nachdem beim letzten layout das braunrot im hintergrund zu anfällen geführt hat ist es nun erstmal hell (aber ich nehme gerne ein pergamentweiss wenn jemand eins findet, ihr dürft auch eine abstimmung starten zu dem thema) mittelerde ist für mich nichts antiquiertes altes. die geschichten die dort spielen sind für mich ziemlich modern. und das darf nach dem filmhype wieder etwas hervortreten und lebendiger werden aber ich sehe mir gerne vorschläge an. wenn jemand wirklich lust hat ein design zu machen kann ich ihm/ihr nen crashkurs geben, an sylvester oder so. wir haben ein testforum für solche experimente. also immer weiter. danke fürs feedback!
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