Sebert Geschrieben 4. März 2011 Geschrieben 4. März 2011 Also wem "neue" Autoren wie Joe Abercrombie oder Richard K. Morgan zu brutal, Paolini aber zu "konventionell" ist, dem kann ich Nights of Villjamur von Mark Charan Newton nur wärmstens empfehlen. Es wird im Deutschland bei Egmont-Lyx erscheinen, vermutlich irgendwann dieses Jahr, genaueres konnte mir der Autor auch nicht mitteilen. Es ist aber auch auf Englisch aber auch nicht zu schwer zu lesen, ebenso ist es billiger, und hat auch ein (vermutlich) schöneres Cover. Seine Homepage ist übrigens auch immer wieder ein Besuch wert. . Rahmenhandlung: Das Jamur Imperium befindet sich Griff eines entfesselten Winters, der aber selbst nur der Vorbote einer prophezeiten Eiszeit ist, die etwa vierzig Jahre andauern wird. Ausreichende Vorräte, sowohl an Nahrung, als auch an Wärme, sind auf Dauer nur in den Städten zu finden. Und die Haupt- und Residenzstadt des Imperiums, Villjamur, ein Jahrtausende alter Moloch, ist folglich das Ziel der meisten Flüchtlinge. Und hier in Villjamur spielt nicht nur der Großteil der Handlung, hier hat Newton auch seinen heimlichen, eigentlichen Protagonisten gefunden. Die Stadt geht einerseits ihren gewohnten Weg, die legalen, als auch die zwielichtigen Geschäfte lassen sich in ihrem Treiben von der anstehenden Eiszeit nicht stören, die einzelnen Fraktionen ziehen im Machtgleichgewicht der Stadt im Hintergrund ihre Fäden, und die Inquistion versucht ihren Aufgaben als Kriminalpolizei gerecht zu werden. Andererseits sehen sich die Mächtigen, nämlich Kaiser und der Rat, dem Problem der Flüchtlingsmassen, die bereits vor den Toren der Stadt lagern, ausgesetzt. Neben dem Tod des alten Kaisers sorgt die Frage nach der Lösung des Flüchtlingsproblems für große Unruhe, und sie zieht eine Spur der aus Machthunger geborenen Zwietracht hinter sich her. Die Geschichte wird in ca. 4 Hauptplots, sowie in zahlreichen Nebenplots erzählt, die sich teilweise, aber nicht alle, kreuzen und beeinflussen. Qualitativ spielen diese Plots zwischen den Polen "Innovativ" und "Klischeehaft". So ist der Plot der den Schritten und Gedanken des Inquisitors Jeryd folgt fast schon ein kleiner Detektivroman, der des Aufsteigers Randur dagegen aber etwas zu glatt und einförmig. Also nach der deutschen Ausgabe Ausschau halten, oder sich an das Original halten. Wer jetzt ein ein wenig Blut geleckt hat, kann sich gerne hier mein ganzes Review durchlesen. Zitieren
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